#11: Am anderen Ende der Welt — Hirsch vom Grill, Pinot Gris im Glas und Feierabend um 21 Uhr
Shownotes
In dieser Folge nehme ich euch mit ans andere Ende der Welt.
Nach einem intensiven Jahresstart — Intergastra, Messen, Projektstarts — fliege ich gemeinsam mit Lucki Maurer nach Neuseeland. Was als Reise zur Qualitätsprüfung einer jahrelang erzählten Geschichte beginnt, wird zu einem der beeindruckendsten Erlebnisse meiner Karriere.
Es ist eine Folge über Qualität, die auf der Weide entsteht. Über Gastfreundschaft, die nichts mit Dichte zu tun hat – sondern mit Entscheidung. Über Feierabend um 21 Uhr. Ohne Rechtfertigung. Und über einen Pinot Gris, den ich lieben gelernt habe.
Wir besuchen Familie Hellaby in Auckland: einen Schlachtbetrieb, der Transparenz lebt, Angus Rinder auf endlosen Weiten und Waiheke Island mit Gänsehautgarantie.
Wir fahren zu Rookie und Terry auf die Orere Point Farm: 18 Schweinchen, Hütehunde auf Pfeifenkommando, Romney Schafe und Heidi, das Kalb, das im Gästezimmer schläft.
Wir fliegen in den Süden zu Familie Duncan: Hirschfarmen über tausende Hektar, eine Masterclass mit Graham, dem Markenbotschafter für neuseeländisches Fleisch und ein Abend, an dem Lucki und Graham gemeinsam kochen und dabei beweisen, dass gute Küche keine Sprache braucht.
Und ich spreche über das, was mich als Beraterin und Sommelière bewegt hat: 27 Minuten auf einen Cappuccino warten. Weinbar mehrfach ausgetrunken. Und warum das kein neuseeländisches Problem ist, sondern ein menschliches.
Zum Abschluss mein Royal to go: neuseeländischer Hirsch, einmal geräuchert, einmal gegrillt, dazu Sauvignon Blanc aus Marlborough oder Pinot Noir aus Central Otago. Saisondenken ist manchmal einfach die falsche Brille.
Links: Hellaby – neuseeländischer Fleischproduzent: https://www.hellaby.co.nz Duncan Venison: https://www.duncan-nz.com/ Mudbrick Winery & Restaurant, Waiheke Island: https://www.mudbrick.co.nz Stoneyridge Vineyard, Waiheke Island: https://www.stonyridge.com Ki Māha Restaurant, Onetangi Beach: https://kimaha.nz/ Servicebund: https://www.servicebund.de Rodeo Ranch Quality: https://www.rodeo-steak.de Ludwig Maurer – STOI: https://www.ludwigmaurer.com Peter Mattfeld & Sohn GmbH: https://www.mattfeld.de
Hier findest du mich: https://maja-kirsch.com
Wenn dir die Folge gefallen hat, schreib mir, was dich bewegt hat, kommentiere gern deine Gedanken oder berichte von deiner eigenen Reise – und empfiehl Kirsch Royal weiter, wenn du jemanden kennst, der Gastgeberkultur genauso liebt wie du und ich: Kontakt: kirsch@maja-kirsch.com
Dieser Podcast Kirsch Royal ist eine Produktion von STUDIO VENEZIA – the podcast companyhttps://www.studiovenezia.de/
Transkript anzeigen
00:00:08: Folge elf, Kirsch Royal.
00:00:10: Am anderen Ende der Welt, Hirsch von Grill, Pinucrie im Glas und Feierabend um einundzwanzig Uhr.
00:00:16: Das Skript für diese Folge habe ich noch im Flieger geschrieben irgendwo zwischen Auckland und Europa Und die Zeitzone hatte ich irgendwie längst aufgegeben.
00:00:25: Die waren komplett verschwommen.
00:00:27: Ganz oft wusste ich gar nicht welchen Tag wir haben und ob ich vor oder zurück rechnen musste Und trotzdem wollte ich ganz frisch noch festhalten, was ich gespürt habe.
00:00:36: Und zwar bevor der Alltag wieder anfängt die Eindrücke sich sortieren und sich auch glätten.
00:00:42: Bevor meine Erlebnisse zu Anekdoten werden... Ich war in Neuseeland und komme zurück mit einem neuen Sehnsuchtsort!
00:00:50: Mit neun Geschichten und dem Gefühl das ich Dinge, die ich jahrelang erzählt habe jetzt endlich selbst gesehen und vor allem geschmeckt habe.
00:00:59: Darum geht es heute in Folge elf.
00:01:01: Ihr habt in den letzten Folgen sicherlich mitbekommen, dass mein Jahresstaat zwanzig sechsundzwanzig wirklich sportlich war.
00:01:07: Hinter Gastra viele Projektstarts, Workshops messen.
00:01:11: Es war wirklich viel und ich sage das nicht klagend oder jammant sondern mit einem großen Gefühl von Dankbarkeit.
00:01:18: Mein Jahr ist super gut angelaufen Ich würde sogar sagen besser als gut.
00:01:22: Und genau in diesem Momentum kam auch diese Reise.
00:01:26: Achtundzwanzig Stunden Flug und das erste mal Business Class Und ich werde hier nicht so tun, als wäre das irgendwie nichts gewesen.
00:01:32: Denn es war für mich total großartig dort hinfliegen zu dürfen und auch in diesem Luxus fliegen zu durfen.
00:01:38: Ehrlicherweise habe ich mich aber am meisten auf die achtundzwanzig Stunden Flug gefreut.
00:01:43: Filme schauen, lesen, Gedanken sortieren einfach mal ankommen!
00:01:46: Das war der eigentliche Luxus auf dieser Reise beziehungsweise auf diesem Hinflug.
00:01:52: Ich durfte mit Lucky Maurer reisen.
00:01:54: wir sind zusammen aus München angereist Und der eine oder andere, der den Podcast hier aufmerksam verfolgt, erinnert sich noch an Folge Acht.
00:02:01: Da war ja bereits zu Gast bei mir.
00:02:03: Luki ist Koch, Fleischkenner aber vor allem ein Freund und auch Farmer oder Bauer wie wir gleich noch später in der Folge hören werden.
00:02:14: Wir beide kennen New Zealand seit vielen Jahren vom Erzählen-Ehr.
00:02:18: Wir präsentieren nämlich nossilienisches Fleisch seit Jahren gemeinsam auf Messen für den Servicebund und seine Eigenmarke.
00:02:25: Und waren zuletzt noch zusammen in dieser Mission auf der Inter-Gastrand Stuttgart.
00:02:30: Wir erzählen oft die Geschichten über dieses Land, auch über dieses Fleisch – ich kombiniere das Ganze mit Wein aus Neuseeland!
00:02:37: Jetzt sind wir das erste Mal gemeinsam dorthin geflogen um zu prüfen ob diese Geschichten auch stimmen, die wir dort erzählen.
00:02:44: Ich kann hier schon mal vorweg nehmen sie stimmen aber die Wirklichkeit war eine ganz andere.
00:02:50: Ich hatte Oakland als fast europäische Großstadt erwartet.
00:02:56: Lärm, Hektik, Tempo.
00:02:58: Dort leben, ich glaube, eins Komma sechs Millionen Einwohner und sie ist die größte Stadt Neuseelans noch grösser als die Hauptstand Wellicken.
00:03:06: Aber es war alles andere als das was ich erwartet habe.
00:03:08: Es war deutlich ruhiger.
00:03:11: Es war nicht so viel los weil die Menschen dort einfach entspannter waren Und es war von Anfang an eine Gelassenheit, die man gespürt hat.
00:03:20: Aber die ich irgendwie ganz schwer in Worte fassen konnte.
00:03:23: und als wir angekommen sind haben wir viel von dieser Glassenheit erstmal gespürt und das hat uns nach diesen achtundzwanzig Stunden Flug das Ankommen auch total leicht gemacht.
00:03:35: Und abends, als wir dann versucht haben, ganz gemütlich am Hafen zu Abend zu essen wurde es einmal ganz kurz hektisch.
00:03:42: Die Restaurants schließen nämlich in Neuseeland um einundzwanzig Uhr.
00:03:45: Und das nicht als Ausnahme, sondern als Regel!
00:03:48: Also auch Huftops-Bars die schließen unter der Woche auch um ein und zwanzig uhr.
00:03:54: Und am Wochenende mit etwas mehr Großzügigkeit um zweiundzwanzig Uhr.
00:03:59: Wir haben in Neusseland mehr als einmal gehört Sorry We Are Closing Soon.
00:04:04: Das heißt für uns wir mussten bis hin schneller ankommen schneller als gewohnt und mussten schneller bestellen, schneller trinken, schneller loslassen.
00:04:12: Ehrlicherweise hat mich das als Gastgeberin ein bisschen genervt und für mich war es auch schwierig, das so zu akzeptieren.
00:04:19: ich kenne das so nicht und ich verstehe das auch nicht vollständig aber was sich fasziniert hat war... Es gab keine Entschuldigung!
00:04:25: Es gab eine Erklärung dafür sondern um.
00:04:27: einundzwanzig Uhr ist Feierabend und das ist für alle ne Selbstverständlichkeit gewesen.
00:04:32: Es brauchte auch dafür keine Erklärungen.
00:04:35: Aber für uns mit unserem europäischen Rhythmus, wir mussten es erstmal, ja ich will vielleicht sagen akzeptieren und wir musten in dieses System erst mal reinkommen.
00:04:46: Wir starteten den Abend mit einem norsealändischen Pinugri und wer mich kennt der weiß, grobbe Gründer ist nicht meine Lieblingsrebsorte.
00:04:54: Für mich hat ja oft so wenig Kante zumindest das was sich in der deutschen... Weinwelt so erlebe.
00:05:00: Aber er ist es Deutschen und auch das gastronomische Lieblings-Weißwein, und er sollte für diese Reise unser roter Faden sein!
00:05:08: Und ich habe ihn ganz schnell verstanden.
00:05:09: Er ist frisch, fruchtbetont, deutlich leichter als dass wir's wie in Deutschland haben.
00:05:14: weniger Säure als den Zauvignon Blanc der in Neuseeland ja mehr als bekannt ist – und für mich zumindest an Deutschland so als der Weißweintyp aus Neuseeland gilt.
00:05:25: Pinugri war einfach da ohne Anstrengung und irgendwie passend auch zur Energie dieses Landes, zu diesen ersten ankommenden Stunden die wir dort hatten.
00:05:34: Den Abend ließen wir dann ganz entspannt ausklingen.
00:05:37: Wir waren alle ein bisschen kaput.
00:05:38: eine weitere Reisegruppe ist zu uns gestoßen und wir bereiteten uns gedanklich auf Tag zwei vor.
00:05:43: Tag zwei bedeutete – wir besuchten Familie Hallibi einen unserer Partner und einer der bedeutendsten Fleischproduzenten Neuseelans.
00:05:52: Fred Hallibi hat uns seinen Betrieb gezeigt, ganz persönlich Und vor allem aber auch stolz und für mich sehr beeindruckend, sehr transparent.
00:06:03: Bei Halleby arbeiten fast sechshundert Mitarbeitende.
00:06:07: Man spürt bei jedem Schritt das Fred diese Verantwortung wirklich trägt – für sich, die Historie, die dieses Betrieb mit sich bringt, aber auch für die Menschen, die dort arbeiten.
00:06:20: Ich war ehrlicherweise nicht sicher wie ich mit der Besichtigung eines Schlachtbetriebs umgehen würde.
00:06:26: Es war vor allem Respekt, den ich gespürt habe.
00:06:29: Aber ehrlicherweise auch ein bisschen Angst.
00:06:31: was werde ich sehen?
00:06:32: Was rieche ich?
00:06:33: und vor allen Dingen wie geht es mir dabei?
00:06:36: aber Ich hab mir gesagt wenn ich Fleisch serviere Wenn ich über Fleisch spreche in den Schoß Wenn ich es empfehle dann gehört dieser Teil zur Wahrheit des Produktes oder des Lebensmittels dazu.
00:06:47: Also musste ich da durch!
00:06:49: Was sich in der Produktion von Helleby gesehen hat waren Menschen die unglaublich stolz auf ihren Arbeitsplatz sind.
00:06:55: Fred hat in eine neue Anlage investiert, massiv investiert und zwar vor allem für bessere Arbeitsbedingungen.
00:07:01: Für Qualität, für Hygiene... ...für die nächste Generationen, die diesem Betrieb weiterführen wird.
00:07:07: Bei Heleby ist genau das passiert!
00:07:09: Es wurde ein Fundament mit dieser Investition gelegt, der die Zukunft sichert.
00:07:14: Ich habe in der Produktion noch etwas gesehen was mich beeindruckt hat, was ich bis daher nicht kannte.
00:07:20: Das nennt sich Smart Stimulation.
00:07:22: Ein Verfahren, das die Muskulatur nach der Schlachtung gezielt entspannt.
00:07:26: Das Ergebnis ist eine Zartheit, die spürbar anders ist als man das bei anderen Herkunftsländern hat.
00:07:33: Ich würde sagen es ist feiner klarer irgendwie eigenständiger.
00:07:38: Das argentinische Beef oder Argentinisches Rindfleisch gilt ja seit vielen Jahren als Maßstab für Stiegfleisch.
00:07:45: ich kann jetzt sagen neusiländisches Lamm Und Rind steht im Nichts nach.
00:07:52: Es ist anders, aber nicht weniger attraktiv.
00:07:57: Ich würde sogar jetzt mit Rückblick sagen es ist feiner und zarter und vielleicht auch für mich das bessere Steak.
00:08:07: Warum?
00:08:07: Weil in Kombination mit dreihundertfünfundsechzig Tagen Weidehaltung, Grasfütterung, Wildkräutern dem Fleisch für mich ein Geschmack und eine Marmurierung, die man wirklich erschmecken kann.
00:08:19: Und auch dann erst verstehen kann.
00:08:22: Sie ist deutlich feiner und subtiler als das was man vielleicht aus Argentinien oder Uruguay kennt.
00:08:28: aber vielleicht einigen wir uns einfach auf anders und jeder darf sich seinen Geschmackselbst erarbeiten.
00:08:35: Wir können ja über GeschmACK Gott sei Dank nicht streiten!
00:08:38: Wir hatten alle Tage einen Kamerateam dabei geschichten sichtbar werden.
00:08:44: Wir wollten die Stimmen der Menschen einfangen, die Farmer, die Natur und die Weite der Farmen.
00:08:50: Diese Eindrücke vom Kamerateam werden aufbereitet und unseren Kunden oder den Kunden vom Servicebund aber auch den öffentlichen und damit ja auch meinen Kunden zur Verfügung gestellt.
00:09:01: Und darauf freue ich mich schon wirklich weil es waren fantastische Aufnahmen.
00:09:05: Es war ein tolles Team was sehr professionell dort uns begleitet hat.
00:09:11: Am zweiten Tag abends sind wir dann nach Wachigia Island gefahren mit der Fähre und haben dort die Moodbrick Winery besucht.
00:09:19: Mood Brick, das könnt ihr euch mal angucken ist auf jeden Fall eine Location die man gesehen haben muss um zu verstehen vor allem auch um zu verstehen warum Menschen für ihre Hochzeit bis ans Ende der Welt reisen.
00:09:32: also Das ist eine typische Hochzeitslocation und die Hallebys haben uns noch gesagt, so in Neuseeland oder in Oakland sagt man zu Wahiki auch immer Fantasy Island.
00:09:41: Aber das was dort auf uns gewartet hat war einfach atemberaubend Weinberge Blick über den Huracigolf und Abendsonne.
00:09:49: alleine bei dem Gedanken wenn ich euch das hier erziele bekomme ich nochmal Gänsehaut Und vor allen Dingen total dankbar für die Möglichkeit diesen Ort sehen zu dürfen und das macht mir auch immer wieder klar, warum ich meinen Job und diese Branche so sehr liebe.
00:10:06: Wir hatten uns auf Vahiki mit dem Kellermeister von Mutbrick verabredet und das war ganz schön weil das ein bisschen mein Einsatz war.
00:10:13: Ich hatte glaube ich eine klare Vorstellung von dem was mich erwartet und kann nur sagen die Weine haben genau das auch bestätigt.
00:10:22: Da war jetzt keine superlative nötig und die kann man, glaube ich auch bei norsehändischen Weinen nicht immer unbedingt erwarten.
00:10:31: Die Weine waren so wie sie sein sollten und sie waren sehr authentisch und die Gespräche mit Tristan waren super offen leidenschaftlich und ich durfte alles fragen was ich schon immer wissen wollte.
00:10:43: Wir haben uns die Weinberge angeschaut.
00:10:47: Dort ist viel passiert in den letzten Jahren.
00:10:49: Das Thema biodynamisch und ökologischer Weinbau hat in Nordseeland einen starken Zugewinnen, das konnte man auch in den Weinbergen sehen.
00:10:57: Die waren super gesund!
00:10:59: Da wurde viel am Attrag gemacht damit man letztendlich wirklich diese Top-Qualitäten auch in die Flasche bekommt.
00:11:06: Auch hier hat uns das Kamerateam begleitet.
00:11:08: wir haben wirklich das Thema Wein für den Abend dort in den Fokus gesetzt und sind anschließend dann noch gemeinsam zum Essen.
00:11:16: Uns haben Hellebys begleitet, das Team von Hellebi.
00:11:19: Und es brauchte in dieser Location gar kein Showprogramm mehr.
00:11:22: einfach nur gutes Essen echte Gespräche und die waren privat wie geschäftlich.
00:11:27: Es war total bunt gemischt So wie das halt eben ist wenn man mit einer Flasche Wein an einem großen Tisch sitzt und alles durfte so passieren.
00:11:37: Was ich mitnehme aus diesem Abend ist dass Partnerschaft nicht durch Verträge entsteht.
00:11:42: zumindest haben wir's dort nicht erlebt.
00:11:44: Die Partnerschaft entsteht Wenn man die Geschichten hinter einer Marke versteht, wenn man sich mit den Mitarbeitenden, dem Team und den Verantwortlichen unterhält.
00:11:55: Und wenn man die Menschen kennt.
00:11:58: Eben wenn man mit ihnen mal am selben Tisch gesessen hat und vielleicht auch mal den gleichen Wein genossen hat wie sie.
00:12:05: Am nächsten Tag haben wir uns auf den Weg gemacht, die Partnerbetriebe von Heleby kennen zu lernen.
00:12:10: Ich muss ganz ehrlich sagen ich war über die Reihenfolge dieser Tage sehr froh also erst die Produktionen dann die Farmen Also erst die Totentiere, dann die Lebenden.
00:12:18: Wenn es anders herum gewesen wäre hätte mich der Schlachtbetrieb noch viel mehr mitgenommen als er es ohne ihn schon hat.
00:12:25: Und ich kann zu diesem zweiten Tag sagen oder zum dritten Tag in Auckland oder in Neuseeland Es gibt so Momente auf Reisen, die man nicht plant Die passieren einfach.
00:12:36: Ich hatte das in Kambodscha schon mal und Das sind auch die Momente, die bleiben.
00:12:41: In diesen Fallen waren es Terry und Ruki, die uns einfach passiert sind.
00:12:45: Die Farm von den beiden ist eingebettet in einer Landschaft, bei der ich am liebsten einfach stehen geblieben wäre.
00:12:53: Orare Pointe ist eine Region in Neuseeland ungefähr anderthalb Stunden von Oakland entfernt mit Blick auf die Küste.
00:13:01: grün soweit das Auge reicht scharfe und rinder und auf der Farbe waren dann noch so achtzehn kleine Schweinchen, die so quirlig durch die Gegend geflitzt sind dass sich sofort an dem Film ein Schweinchennahmes bebdenken musste aber zuerst die Lämmer Rumni Schafe, so heißt die Rasse und Rukki hat die Hunde losgeschickt.
00:13:20: Also er hat gefiffen und zweimal ganz kurze Kommandos gegeben und in kürzester Zeit hatten sie die gesamte Herde zusammengebracht.
00:13:28: Das was die Hünde dort macht war total präzise ruhig und super selbstverständlich.
00:13:34: Die Tiere haben auf Rukky gehört nur auf seine Pfeife und nur auf seiner Stimme.
00:13:39: das war einer dieser Momente wo man aufhört zu reden und einfach nur zuschaut.
00:13:43: Andi, ein Mitarbeiter von Helebi hat für unseren Augen noch scharf geschoren und wenn man das mal sieht ist es total Knochenarbeit.
00:13:51: Er hat das super schnell gemacht präzise, man hat gesehen dass er jahrelange Routine damit hat und trotzdem war das Tier völlig entspannt.
00:13:59: Ich war noch nie so nah dran Und bisher kannte ich das wirklich nur so aus dem Fernsehen Nach einer wilden Quadfahrt durch die Hügel von Neuseeland und ich sage das hier im vollen Bewusstsein Es war wirklich wild, gab's Mittagessen Und zwar privat bei Terry und Rookie auf der Terrasse.
00:14:18: Terry, die Frau von Rookie hatte uns superliebe vor Snacks und kalte Kredrenke vorbereitet.
00:14:23: Wir hatten nach fast drei oder vier Stunden Drehen die Möglichkeit Eindrücke sacken zu lassen.
00:14:30: Jeder konnte entscheiden ob er darüber reden oder schweigen möchte und beides war irgendwie gleichzeitig möglich.
00:14:37: Es gab noch einen ganz besonderen Moment auf dieser Reise und das war Heidi!
00:14:41: Heidi ist ein kleines Kalb, wird von Hand aufgezogen.
00:14:45: Von Ruki und Harry.
00:14:46: Und ich würde heute sagen, Heidi war offensichtlich der Überzeugung, dass sie ein Mensch und kein Kalb sei.
00:14:53: Sie wollte nämlich im Gästezimmer schlafen und war an dem Tag zumindest sichtlich verwirrt, das sie dort raus musste.
00:14:59: Als wir da auf der Terrasse setzen mit all den Eindrücken die wir bis dato gesehen haben bei dieser wunderschönen Landschaft habe ich verstanden warum es genau die richtigen braucht für dieses Leben.
00:15:10: nicht viele Aber die, die es wählen, wählen es total und ganz.
00:15:15: Terry und Rookie haben das jeden Tag.
00:15:17: also sie haben diese Ruhe Gelassenheit im Einklang mit Tier- und Natur.
00:15:22: Der Preis dafür ist stille Ich würde sogar sagen Einsamkeit.
00:15:26: der nächste Nachbar ist ungefähr dreißig Minuten entfernt Und gleichzeitig ist genau das was viele von uns heimlich sich ersehnen Diese Verbundenheit dieser Rhythmus diese Unaufgeregtheit.
00:15:37: mir hat das in dem Moment total gut getan.
00:15:40: Zwei Herzen schlugen da so in meiner Post.
00:15:43: Neusieland kämpft mit dem, womit viele ländliche Regionen heute zu kämpfen haben – die jüngere Generation geht!
00:15:49: Also auch die Tochter der beiden ist nach Australien gegangen um dort Diererin zu werden.
00:15:54: Terry und Hooky haben sie gehen lassen ich glaube auch wenn es ihnen total schwer gefallen ist.
00:16:00: Ich glaube aber Sie haben sie auch gehen lassen in der Hoffnung dass sie irgendwann von alleine wieder kommt weil sie wissen wie sie aufgewachsen ist was sie mitbekommen hat was sie trägt und mit welcher Haltung, mit welchen Werten sie groß geworden ist.
00:16:12: Auf dieser Farm schlugen zwei Herzen in meiner Brust – ich kann dieses Leben super nachvollziehen!
00:16:18: Ich spüre auch seinen Reiz.
00:16:20: Ich persönlich könnte es nicht leben.
00:16:22: Mir fehlen die sozialen Kontakte, die Begegnungen das Treiben.
00:16:26: Bei Terry & Hookie hat es einfach gepasst auf eine Art, wie man sieht sobald man dort auf der Farbe angekommen ist.
00:16:36: Luki habe ich an dem Tag kaum wegbekommen.
00:16:39: Ich würde sagen, er war absolut mit Rookie in seinem Element.
00:16:43: Wenn man ihn beobachtet hat, dann stand der da und hat immer wieder mit Rookie geredet.
00:16:48: Da waren zwei Farmer unter sich.
00:16:50: Ich hab's schon mal gesagt, Luki selbst hat mittlerweile sechszig Tiere und er kennt dieses Leben, dieses Farmleben.
00:16:57: Und was die beiden verbunden haben, war sofort spürbar!
00:17:01: Es waren Fachgespräche voller Leidenschaft über Tierwohl, über Werte.
00:17:05: Über die Frage wie man mit Tieren umgeht und warum das alles andere so entscheidend ist.
00:17:11: Also es war gar kein Smalltalk möglich oder auch nicht nötig weil es war echtes Verstehen.
00:17:18: Ich glaube Ruki hätte ihn genauso gern dabehalten wie Luki geblieben wäre.
00:17:23: Das war auf jeden Fall gegenseitig.
00:17:25: Und wer fleisch so kennt wie Lucky und is' auch so lieb wie er Für den ist so eine Farm nicht Ausflugsprogramm.
00:17:33: Ich glaube, es war ein bisschen heimkommen am anderen Ende der
00:17:36: Welt.".
00:17:37: Das Kamerateam hat an dem Tag Aufnahmen gemacht die für die Ewigkeit sein werden.
00:17:42: Unfassbar tolle Menschen echte Tiere unendliche Weiten und die Bilder wären perfekt sein!
00:17:49: Die Videos mit den Drohnen...die Drohneaufnahmen werden großartig sein aber das ist keine Inszenierung sondern das war absolute Authentzität.
00:17:57: Am Nachmittag ging es dann weiter zur Hallebiefarm.
00:18:00: Ihr erinnert euch, Hallebi ist auch die Produktionsstätte gewesen, die wir als erstes beobachtet haben und wir fuhren zu Amish.
00:18:07: das ist Fred's Sohn.
00:18:08: der zeigte uns seine Welt und das war so schön weil er hat das gemeinsam mit seinem Vater gemacht, der eigentlich hauptsächlich in Oakland lebt und dort die Produktion führt.
00:18:17: und Fred kommt oft am Wochenende raus und das spürt man auch wie wichtig ihm diese Verbundenheit auch zu dieser Region und den Herkunften der Tiere war.
00:18:27: Aber der Kontrast zu der Farm von Terry und Rookie war so fortspürbar.
00:18:34: Also dort gab es auch Lamm, Enges, endlose Weiten, sattes Grün in einer Intensität das man in Deutschland so kaum kennt.
00:18:43: Es war super gepflegt.
00:18:44: weitläufig fast wie ein Golfplatz sah das alles aus auf eine Art ästhetisch die mit Sicherheit auch Mitmitteln zusammenhängen die eine eigene Produktion mit sich bringt.
00:18:55: Das soll jetzt hier kein Werteurteil waren, aber es war ein völlig anderer Weg.
00:18:59: Und doch war ja irgendwie verbunden weil die Hellbys mit ihren eigenen Tieren Farming und Produktion direkt zusammenbringen.
00:19:06: Ich glaube dadurch entsteht eine Wertschätzung für die Farmer, die man auch spüren konnte.
00:19:12: Und ich muss sagen diese Rinder, diese Black Angus-Funder, die dort standen schwarz schön sie waren neugierig und auch super scheu!
00:19:22: Trotzdem durften wir nah ran.
00:19:25: Er zackt seine... Ja, ich will sagen hat uns extra zu einer dieser Herden geführt.
00:19:30: Es war nämlich seine Lieblingsherde.
00:19:32: Das waren rein rassige Angus und man hat gesehen wie stolz er war.
00:19:35: Und wir waren total beeindruckt!
00:19:39: Für mich waren das gar nicht Rinder sondern sie innerten mich so ein bisschen an Sportpferde weil sie einfach so sauber und so stolz und so schön waren.
00:19:49: Abends sind wir dann nochmal bei Amish privat eingekehrt.
00:19:54: Er hat uns mit seiner bezaubernden Familie zwei Kinder und eine Frau empfangen, wirklich bei sich zu Hause an seinem Tisch in seinem Garten auf seiner Terrasse.
00:20:04: Und an der Stelle muss man einfach ganz klar sagen das ist kein Standard im Neuseeland dass man so nah an seinen Partnerbetrieben dran ist und ich würde sagen dass wir dort sitzen dürfen, dass wir das erlebt haben mit der gesamten Familie also auch Fred hat noch so eine Frau eingeladen, ehmisch mit seiner Familie.
00:20:22: Die Kinder dabei.
00:20:23: Blick auf einen Teil der Herde... Ich muss nochmal sagen, so eine Einladung ist kein Standard!
00:20:29: Ich glaube die verdient man sich und in dem Fall hat sie sich die Firma Matfeld, die das Ganze für uns organisiert hat und die unser Partner in Neuseeland ist.
00:20:39: Immer wieder auch vor Ort mit Kai und Matthias, die da ein Vertrauen und eine Verbindung zur Hellebiefamilie aufgebaut haben und sich damit auch diese Einladung verdient
00:20:50: haben.".
00:20:50: Der geht an der Stelle hier schon mal ein großes Danke schön raus.
00:20:53: Aber auch an den Servicebund, der natürlich über die Entscheidung eine Weight Label-Produktion mit Hellebi zu machen ebenfalls dazu beigetragen hat dass so einer Einladung kein Standard ist sondern sie sich ebenfalls damit verdient haben.
00:21:06: was mich an dem Tag wirklich fasziniert hat ist das die Farben hier keine Ställe haben also die Tiere sind wirklich das ganze Jahr draußen und da sieht man den Tier noch an!
00:21:15: Da is kein Schmutz, keinen Geruch, kein Vergleich mit dem was man vom deutschen Bauernhof kennt.
00:21:20: da gibt es einfach nur weide, weite Natur.
00:21:24: Das gibt dem Ganzen so eine Leichtigkeit den Tieren, den Menschen und auch den Orten Und das System.
00:21:31: was sie sich dort aufgebaut haben wirkt sauber und ausgewogen fast ein bisschen ästhetisch Ich würde sagen ist es weniger hektisch und mehr so ein Rhythmus mit der Natur.
00:21:42: und dass es eigentlich überall so in Neuseeland zu spüren gewesen.
00:21:46: Mit diesen ersten wunderbaren Bildern am Kopf und einem sehr zufriedenen Look hin neben mir fuhren wir zurück nach Oakland.
00:21:52: Den Abend ließen wir auf der Rooftop-Bar unseres Hotels ausklingen, und nach dem ersten Abend mit den frühen Schließungszeiten hatten wir relativ schnell dazu gelernt.
00:22:02: Wir haben direkt zwei Flaschen bestellt weil den Satz – wir schließen bald – den kannten wir schon.
00:22:07: Und an dieser Stelle muss ich ehrlich sagen es ist auf diese Reise mehr als einmal passiert dass wir die Weinbar ausgetrunken hatten.
00:22:14: Wir waren zu siebt und darauf war man schlicht nicht eingestellt.
00:22:17: Ich glaube auch, weil die meisten Neuseelander selten in dieser Menge bestellen.
00:22:23: Also das normale Einkommen dort ist eher so dass sie sich keine gute Flasche... also dass so eine gute Flrasche Wein eher Luxus ist.
00:22:31: Und mit der Menge meine ich einfach, dass die meisten in Neuseeland entweder ein Cocktail oder einen Offeningsglaswein trinken.
00:22:38: Für uns hingegen waren die Weinenpreise und die Auswahl ausgesprochen attraktiv.
00:22:42: Der Euro stand gut und die Kalkulation war mehr als fair.
00:22:46: Und das bringt mich auch dazu, dass es mich schon lange bewegt in Deutschland – und dass ich vielleicht in einer eigenen Folge nochmal aufgreifen werde nämlich die Karkulation von einer Weinkarte!
00:22:56: Wir haben in Neuseeland wieder gesehen welches Potenzial eine attraktive Weinkart für Umsatzuntertrag haben kann.
00:23:02: Wenn man dann noch genug kalt hat ist das ein echter Gamechanger.
00:23:07: Den nächsten Vormittag nutzten wir noch entspannt.
00:23:10: Gastronomische Konzepte haben wir uns angeschaut, die Stadt auf uns wirken lassen und Thomas hat seinen Geburtstag gefeiert.
00:23:16: Denen haben wir natürlich auch angemessen gewürdigt.
00:23:20: um sechzehn Uhr dann der Abflug in den Süden nach Daniden.
00:23:25: Angekommen dort am Abend war es ganz anders als der Norden.
00:23:31: Uns empfingen eine Küste mit dem was wir bis dato gesehen hatten nichts mehr gemein hatte.
00:23:37: hier wars rau wild heftig gewellen Wunderschön, aber auf eine ganz andere Art.
00:23:42: Und genau der richtige Abend um den Geburtstag von Thomas ausklingen zu lassen.
00:23:47: Ich habe es gerade schon mal gesagt während ich den Norden als grün und sanft erlebt habe traf ich im Süden auf etwas raueres weiteres würde ich sagen fast ein bisschen unberührter.
00:23:58: Am nächsten Morgen ging's pünktlich um sieben los.
00:24:00: wir sind zur Familie Duncan gefahren.
00:24:03: das war auch hier wie bei Hellobys in Outland Zuerst die Produktion.
00:24:09: Die ist deutlich kleiner als die von Heleby, aber deswegen auf gar keinem Welt weniger professionell.
00:24:16: Eher das Gegenteil!
00:24:17: Mehr Handwerk mehr Manufaktur besondere Zuschnitte, die man so nicht überall findet und was mich besonders beeindruckt hat beide Betrieben also Helebi und Duncan sind miteinander befreundet und tauschen sich aus.
00:24:29: sie arbeiten zusammen in einer Branche glaube ich die von Qualität lebt und dass es keinen Zufall sondern da hilft in der Zusammenarbeit vor allem Haltung.
00:24:40: Danach sind wir zu den Farmen gefahren, zweieinhalb Stunden ungefähr von der Produktion entfernt und erst hier also mit diesem Blick auf diese Weite verstand ich warum diese Landschaft für Herr Der Ringe gewählt wurde?
00:24:51: Ich habe den Film persönlich nie gesehen und ich weiß es sollte man getan haben aber jetzt hatte ich zumindest eine Ahnung warum diese landschaft ausgewählt wurde für dem film unendliche weiten Tiere die wild leben und Natur die sich selbst genügt.
00:25:07: Das war das, was ich erlebt habe.
00:25:09: Das war mein erster Eindruck vom Süden Neuseelans.
00:25:13: Wir fuhren auf die Galloway-Farm von Andrew und Joy.
00:25:17: Das ist eine Hirschfarm.
00:25:18: Eine Partnerfarm, die sich über viele Tausend Hektar erstreckt.
00:25:22: Wir sind mit dem Jeep durch das Land gefahren und haben Hirsche in freier Wildbahn gesehen.
00:25:27: Also kein Gehege, kein Zoo – sie waren einfach da!
00:25:31: Und auf der anderen Seite gibt es die befahmten Herden Weil das müsst ihr wissen ist eines der entscheidenden Punkte.
00:25:37: Hirsch ist in Neuseeland kein Dezember-Tier, kein Saisonprodukt!
00:25:41: Hirsch gehört zum Barbecue und Grillen ganz selbstverständlich dazu – genau wie bei uns Rind und Lamm.
00:25:47: Und das ganze Ganzjährig in einer Qualität für die jedes andere Argument überflüssig ist.
00:25:54: Auch hier hatten wir das Kamerateam dabei.
00:25:57: Sie filmten atemberaubende Landschaft echte Einblicke in die Haltung und das Leben der Tiere Aufnahmen, die wir in Deutschland auf jeden Fall einsetzen werden.
00:26:05: Ich bin sehr froh dass wir das alles im Kasten haben und dass sie uns begleitet haben.
00:26:10: Den Abend haben wir wieder privat bei Andrew and Joy off der Terrasse verbracht.
00:26:15: Wir saßen mit ihnen an ihrem Tisch.
00:26:18: Chris Duncan hatte Graham dazu geholt.
00:26:21: er ist Markenbotschafter und war die perfekte Ergänzung für den Abend Für all unsere Fachfragen.
00:26:27: zu Katz, zu Zuschnitten war ja genau der Richtige.
00:26:30: Das Kamerateam hat das in einer Masterclass zusammen mit Luky auch noch mal festgehalten und das war wirklich wertvoller Content.
00:26:38: Bevor wir abgedreht hatten oder den Abend genießen konnte, hatte Graham schon den ganzen Tag vorbereitet und am Abend hatte er gemeinsam mit Luki dann den Rest zubereitet.
00:26:48: Und da war wieder zu sehen, dass waren einfach zwei die ihr Handwerk verstehen, die sich respektvoll nähern.
00:26:53: grenzüberschreibend überschreitend über so viele tausend Kilometer hinweg waren sie kulinarisch verbunden.
00:27:01: nicht lange gedauert, bis man gemerkt hat die sprechen dieselbe Sprache.
00:27:05: Und zwar ohne großes Aufheben.
00:27:07: einfach so!
00:27:07: Man hat sich einfach verstanden auch über Sprachbarrieren hinweg.
00:27:13: Culinaric hat da verbunden möchte ich sagen Für mich war es an dem Abend höchst in Variationen, die ich so noch nicht kannte.
00:27:20: Wir hatten ihn geräuchert, gegrillt als Tatar und er war zart komplex und total vielseitig.
00:27:27: Mir wurde mit jedem ein bisschen klar unsere Aufgabe nach dieser Reise sein wird, Hirsch nach Deutschland zu bringen.
00:27:34: Und zwar als ganz jahres Produkt und ihn zu etablieren.
00:27:39: Das ist mehr als nur ein Wunsch das ist ein bisschen unser Auftrag den wir aus dieser Region mitnehmen.
00:27:46: Und Graham hat uns dann noch nach diesem wunderschönen Abend und nach aller Vorbereitung die er für uns schon getan hatte hinzutel gefahren.
00:27:53: Wir waren nochmal zweieinhalb Stunden im Auto unterwegs haben abwechselnd weiter gesprochen über Küche, über Fleisch.
00:28:01: Über das was auf der ganzen Welt gesehen und gekocht hat.
00:28:04: Und auch wenn ich zwischendurch mal weggelegt bin und Chris für mich übernehmen musste... Ich habe sofort gemerkt oder wir haben nach dieser Autofahrt gemerkt er ist zu Recht Markenbotschafter von Neuseeland und an dieser Stelle auch wenn er es vielleicht nicht hören würde.
00:28:17: lieber Graham vielen vielen Dank fürs mitnehmen und vielen dank auch nochmal für den tollen Abend denen du uns dort bereitet hast.
00:28:24: Jetzt muss ich aber auch noch mal ganz kurz was zu dem Motel sagen, zu dem uns Graham gefahren hat in dem wir zwei Tage praktisch dort im Süden Neuseelans nächtigen.
00:28:35: Es war so ein bisschen englischer Stil, bisschen plüschig überallteppig sehr edel, sehr klassisch eine Atmosphäre die wirklich ihren eigenen Charme hatte.
00:28:45: Die Menschen waren bemüht, die Bar war nett das Haus hatte totales Potenzial und hat es immer noch Aber... Wir haben zum Beispiel beim Frühstück knapp siebenundzwanzig Minuten auf den Cappuccino gewartet.
00:28:57: Siebenund zwanzig Minuten!
00:28:58: Und das sage ich hier nicht als Klage, ich sag es als Beobachtung... ...als Beraterin aber auch als Gast und mir hat's total in den Fingern gekribbelt.
00:29:08: Wer die Branche kennt sieht dem Bedarf zur Optimierung ja auf den ersten Blick und ich habe in dem Moment innerlich mehr als einmal gesagt in Neuseeland finde ich auf jeden Fall immer einen Job.
00:29:19: Es blieb leider nicht nur bei dem Cappucino Auch die Weinauswahl vom Abend war mehrfach ausgetrunken.
00:29:25: Und ich will es noch mal an der Stelle sagen, da geht's nicht immer darum um die Menge, die wir getrunken haben sondern teilweise waren nur eine Flasche eingekühlt und niemand hat nachgekühlt.
00:29:35: also es ist überhaupt niemand wichtig gewesen oder niemand hat.
00:29:38: das Potenzialer kann von Menschen, die einfach sich ein bisschen durchprobieren wollen, die einen tollen Abend haben auch nicht auf Nachfrage Kann, glaube ich sagen den Umsatz, dem wir in diesem Haus gebracht haben.
00:29:50: Den haben wir uns wirklich erarbeitet.
00:29:53: Ich möchte aber auch an dieser Stelle sagen dass ich glaube das es kein norseeländisches Problem ist.
00:29:56: Das ist eher ein menschliches Problem.
00:29:58: Also es gibt überall Betriebe die es können und betriebe dies nicht können Nicht nur in Norseland.
00:30:04: Es braucht die Fähigkeit Gäste wirklich zu sehen Wirklich zu antizipieren Und wirklich zu bedienen Und das ist kein geografisches Talent.
00:30:11: Das ist eine Entscheidung und dafür braucht Schulung und Führung Und Neuseeland zeigt das gerade sehr transparent zumindest in dem Augenblick, als wir es vor Ort erlebt haben.
00:30:20: Die Rotstoffe sind fantastisch!
00:30:22: Die Sachen die sie dort zur Verfügung gestellt haben, sind einzigartig.
00:30:26: Die Natur sowieso... ...die Gastfreundschaft der Menschen, die wir getroffen haben war außerordentlich.
00:30:31: Die gastronomische Infrastruktur hat auf jeden Fall noch Luft nach oben und ich sage das hier nicht als Kritik.
00:30:38: Ich sage dass weil ich die Branche liebe hier wie auch dort und weil wir so eine tolle Zeit trotz der Herausforderungen dort auch hatten.
00:30:47: Nach fast fünf Tagen voller Eindrücke, Aufnahmen, Menschen, Landschaften nach allem was wir erlebt hatten, hatten wir an Tag Fünf keine Termine.
00:30:56: Also wir hatten noch zwei Tage vor uns und ich war froh sie einfach sein lassen zu können.
00:31:01: Einen davon haben wir nochmal auf Wahiki verbracht und einen ließen wir in Urkland ausklingen.
00:31:07: Bei Hickey habe ich am Anfang schon mal gesagt kannten wie auch bereits Mutbreak Tristan der erste Abend.
00:31:12: die Insel hat uns irgendwie nicht losgelassen.
00:31:15: Deswegen haben wir uns entschieden, noch mal rüberzufahren.
00:31:18: Aber diesmal ohne Agenda!
00:31:19: Es ging um Auftanken das Erlebte zu festigen und für mich war es wichtig dass wir den Wein nochmal in den Vordergrund drücken Und ich kann sagen meine Begleiter waren sehr dankbar dafür und ich auch.
00:31:31: Das war genau das Richtige was wir nach den fünf Tagen gebraucht haben.
00:31:35: Wir wollten...das war ein gut Stony Ridge Besuchung und haben es auch fast geschafft Nicht im ersten Anlauf aber danach.
00:31:44: Am ersten Anlauf haben wir die Haltestelle verpasst, also dort wo wir hätten aussteigen müssen.
00:31:48: Wir haben geredet und haben irgendwie auch so ein bisschen die Welt vergessen und plötzlich waren wir völlig woanders.
00:31:55: ich glaube oder vielleicht war es Bestimmung, vielleicht war's ein glücklicher Zufall.
00:31:59: Wir waren auf jeden Fall nicht böse denn wo wir ankamen war großartig und ich glaube nur weil wir die Halterstelle verpaßt haben haben wir auch diesen wunderbaren Ort den Strand von Ohne Tangi entdeckt Und uns war sofort klar, hier wollen wir den Abend ausklingen lassen.
00:32:17: Aber erst mal zum Weingut!
00:32:19: Also wieder zurück in den Bus.
00:32:20: Wir sind ein paar Haltestellen zurückgefallen und sind ein bisschen früher ausgestiegen.
00:32:24: Haben uns noch das Museum von Bahiki angeguckt und uns nochmal angeschaut wie die Menschen dort früher gelebt haben und sind dann zum Weigutsdonutz praktisch drauf gewandert.
00:32:36: Die sind eigentlich bekannt für ihre Bordeaux-Blends, die sehr kraftvoll und sehr komplex sind und dessen Ursprung man dort nicht versteckt, sondern den kann man einfach super gut zuordnen.
00:32:48: Und wir haben uns aber gegen Rotwein und für Weißwein entschieden weil es von den Temperaturen ja einfach besser gepasst hat und hatten uns dort auf Chardonnay eingeschossen und hatten den verkostet und haben das einfach genossen, einfach mal sitzen.
00:33:04: Blick in die Weinberge!
00:33:05: Es war eine tolle Chill-out Atmosphäre, die man besser hätte nicht inszenieren können Und das war einfach schön, den Ort und den Moment so genießen zu können.
00:33:17: Dann sind wir zum Abend nochmal runtergefahren an dem Strand.
00:33:22: Das war noch mal ein ganz anderes Geschenk auf dieser Reise.
00:33:26: Warmer Sand unter den Füßen, seitseitiger Wind, das Rauschen des Ozeans, Baden im Dorf drin – das hat auf jeden Fall was mit uns gemacht!
00:33:37: nicht in Worte zu packen.
00:33:39: Also ich glaube, das braucht auch keine Worte.
00:33:41: Jeder von euch kann sich das vorstellen, dass es uns an dem Moment wirklich gut ging.
00:33:46: Abends haben wir im Restaurant noch direkt am Strand gegessen, Kimia mit einer fantastischen Aussicht und einem Gastgeber der uns wirklich gesehen hat.
00:33:55: Wir haben auf seine Empfehlung uns gegen Fleisch und für Austern Meeresfrüchte Muscheln und Fisch entschieden.
00:34:02: Das Ganze war so frisch als wäre es aus dem Meer gekommen Und für mich war das der Moment, der gezeigt hat was Service alles kann.
00:34:10: Also Empfehlungen die passen Präsenz, die nicht aufdringlich ist, dass Gespür dafür wer am Tisch sitzt und was dieser Tisch gerade braucht.
00:34:19: Und was wäre in Neuseeland natürlich ohne Cloudy Bay, einem Wein der weit über seine Grenzen hinaus bekannt ist und ich glaube, der als Symbolik für Weinanbaue in Neusseland steht?
00:34:30: Wir hatten den sogar zweimal an diesem Abend.
00:34:32: Wir hatten ihn einmal als Stillwein- und einmal als Sekt.
00:34:35: Beide Male muss sich sagen, er wird seinem Hof und auch seiner starken Bekanntheit mit Qualitätsversprechen auf jeden Fall gerecht.
00:34:45: Also das war so ... was salziges, so ein bisschen Salz auf der Haut.
00:34:51: Wir hatten diese Meeresluft, wir hatten vor allen Dingen aber auch ganz viel Gänsehaut und diesen Wein zu trinken in dieser Umgebung mit diesem Essen und mit diesem Blick.
00:35:03: das ist unbezahlbar!
00:35:05: Den letzten Tag unserer Reise ließen wir dann super super langsam ausklingen erstmal ausschlafen.
00:35:12: zweites Frühstück es gab nochmal Ausdann mit Blick auf den Port, also auf den Hafen von Oakland.
00:35:19: Wir waren ein bisschen shoppen gewesen und hatten zu den Austern, erinnere ich mich noch an einen wunderbaren Souvignon Blanc.
00:35:27: der war glaube ich sogar organisch hergestellt und produziert und der hat mich wirklich beeindruckt.
00:35:34: Ich habe ihn mir auch aufgeschrieben und reiche ihn wahrscheinlich in den Shownoten hat.
00:35:37: Und dann gab es total unerwartet aber irgendwie super wunderbar.
00:35:41: für diese Reise sind wir an einem chinesischen Restaurant vorbei geschlendert und haben irgendwie voll Bock gehabt auf Peking-Inde.
00:35:49: Und dazu gab es auch dank einer Empfehlung des dort ansässigen Inhabers für mich den besten Pinugrid der gesamten Reise, und der kam von Q Wines!
00:35:58: Der war wirklich fantastisch.
00:36:01: Auf dem Weg zum Flughafen sind wir noch mal in der Queens Rooftopper eingekehrt im Interconti von Oakland.
00:36:08: Ein absolut grandiuser Blick über die Stadt.
00:36:11: Und nach all dem neuseeländischen Souvignon Blanc, Pinot Gris, Chardonnay's auch dem einen oder anderen Pino haben wir uns als letzte Flasche für eine Flascheschampagne von Bollinger entschieden und mit dieser Aussicht in diese Stimmung mit dem Erlebten konnte nicht anders als einfach nur perfekt sein.
00:36:30: Ich bin unfassbar dankbar dass ich dabei sein durfte.
00:36:35: Ich bin dankbar für Familie Hallebi, für Phil Andrews, Fred Amish und alle die ihre Türen aufgemacht haben.
00:36:42: Für Familie Duncan Robb Graham und deren Partnerbetriebe.
00:36:47: Ich bin Dankbar für Tristan Aufahiki, für Ruki und Harry und Heidi das kleine Kalb!
00:36:53: Ich bin vor allem Matthias Rudolf und Kai Matphalz sehr dankbar dass sie mich mitgenommen haben ebenso dem Service Bund der diese Reise möglich gemacht hat Und dankbar auch für diese Gruppe, für alle die die dabei waren.
00:37:04: Jeder auf seine Art.
00:37:06: Lucky natürlich eingeschlossen mit ihm Neuseeland zu erleben.
00:37:09: das hat einfach Sinn gemacht weil wir so viel schon über dieses Land und über die Lebensmittel die aus diesem Land kommen gesprochen haben.
00:37:18: was ich mitnehme?
00:37:21: Ich würde sagen vor allen Dingen Bilder viele Bilder.
00:37:26: Mitarbeiter die stolz sind nicht weil man es ihnen verlangt, sondern weil in sie investiert wurde.
00:37:32: Weil jemand entschieden hat dass ihre Arbeitsbedingungen zählen.
00:37:36: Ich nehme mit Feierabend um einundzwanzig Uhr ohne es rechtfertigen zu müssen als kollektive Entscheidung einer ganzen Branche.
00:37:43: ich halte das nicht für falsch.
00:37:44: ich halbe es für anders und anders bedeutet dass es geht.
00:37:49: Ich nehme Farmer mit die dreißig Minuten vom nächsten Nachbarn entfernt leben und trotzdem die herzlichsten Gastgeber dieser Reise waren weil Gastfreundschaft meiner Meinung nach nichts mit Dichte zu tun hat, sondern mit Entscheidung.
00:38:01: Und Fleisch?
00:38:03: Tja, Fleisch!
00:38:04: Die Qualität die entsteht wenn Tiere gut leben, wenn Boden, Gras und Klima sich zu etwas zusammenfinden das man erschmeckt.
00:38:11: Das konnten wir auf jeden Fall in Neuseeland.
00:38:14: Es ist gar kein Argument gegen deutsche Erzeuger.
00:38:17: Das ist ein Argument für Qualität und zwar egal wo sie herkommt und für die Bereitschaft hinzuschauen dort wo sie entsteht.
00:38:23: Mein royalter Goh für diese Folge.
00:38:26: probiert neuseeländischen Hirsch und zwar in all seinen Varianten.
00:38:31: Beim Servicebrunnen kann man ihn frisch, also direkt aus Neuseeland importiert kaufen und ich empfehle ihnen euch einmal geräuchert und einmal gegrillt zu probieren und ihr werdet verstehen dass unser Saisondenken zum Thema Wild manchmal einfach die falsche Brille ist.
00:38:47: Und dazu natürlich ein Zubignon Blanc zB aus Marlboro aber auch ein wunderbarer Pinot Noir aus dem Central Otago aus dieser Region oder, wenn es sein muss auch in Pinugri.
00:39:00: Mit Pinugris sind wir nun mal gestartet in diese Reise am ersten Abend in Oakland und das war mein roter Faden für die gesamte Reise.
00:39:07: Und ich muss ganz ehrlich zugümmen irgendwo zwischen Vahiki und Dunedin habe ich ihnen lieben gelernt – nämlich in Neuseeland!
00:39:15: Ich bin mir sicher, dass ich an diesen Sehnsuchtsort zurückkehren werde.
00:39:20: Vielleicht erzähle ich das dann hier nochmal in einer weiteren Folge.
00:39:23: Heute danke ich euch erst mal wieder fürs Zuhören, fürs Weiterempfehlen.
00:39:27: Für eure Ideen wart ihr schonmal in Neuseeland.
00:39:30: Schickt mir eure Bilder und Eure Eindrücke von diesem wundervollen Land!
00:39:35: Und ich freue mich wenn wir uns in der nächsten Folge wiederhören bei Kirsch Royale.
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