#16: Burgund: 250 Meter, drei Türen und ein Fass, das wir reserviert haben
Shownotes
In dieser Folge von Kirsch Royal nehme ich euch mit ins Burgund. Drei Tage, drei Winzer, drei Türen, und keine davon habe ich selbst aufgemacht. Eingeladen hat mich Hans-Christian Kist vom Vinarium Zink in Bühl, mit seiner Frau Stefanie Schweizer und einer Gruppe aus Weinkennern und Weininteressierten. Ohne die beiden hätte sich keine dieser Türen geöffnet.
Es ist eine Folge über Beziehungen, ohne die manche Keller verschlossen bleiben. Über Familiengeschichten, die sich in Wein übersetzen. Über kontrolliertes Nichtstun, und warum das das Schwerste ist, was man als Winzer aushalten kann.
Wir sprechen über
- die Stationen der Reise,
- acht Weißweine vor dem Frühstück bei Vincent und Sophie Morey in Chassagne-Montrachet,
- Pierre Boillot in Gevrey-Chambertin und seinen Satz, der hängenbleibt,
- Capitain-Gagnerot in Ladoix-Serrigny und die Witwe, die in der Reblauskrise nicht verkauft hat,
- die letzte unabhängige Senfmühle des Burgunds bei Edmond Fallot,
- einen Sommelier im Bistrot Lucien, der nicht den großen Namen empfohlen hat, sondern den passenden,
- die schönste Weinkarte Frankreichs 2024 im L'Arche des Vins,
- über ein vietnamesisches Restaurant in Beaune, das es so an keinem anderen Ort der Welt gibt.
Wir richten den Blick auf das, was eine Reise wirklich trägt:
- nicht die Liste der Verkostungsnotizen,
- sondern Menschen, die Türen aufmachen,
- die Mittagstische, an denen sich niemand stresst,
- die Dörfer aus hellem Sandstein, in denen Genuss kein Sonderprogramm ist, sondern Alltag.
Zum Abschluss gibt es mein Royal to go: Hol dir deinen nächsten Wein nicht über Punkte, nicht über ein Magazin, nicht über einen Algorithmus. Hol ihn dir über einen Menschen. Geh zu deinem Winzer, deinem Händler, deinem Sommelier, deinem Lieblingslokal. Lass dir eine Geschichte mitgeben. Einen Wein, den du beim Trinken zuordnen kannst, weil du weißt, wer ihn gemacht hat und warum.
Die Weine aus dieser Folge: Vinarium Zink in Bühl. Hans-Christian und Stefanie haben sie persönlich ausgewählt. Eine Folge über Wein als Anlass. Und über das Glück, eingeladen zu sein.
Links & Empfehlungen:
Vinarium Zink, Bühl: https://www.vinarium.de | https://www.instagram.com/vinarium.buehl
Earl Domaine Morey: https://morey-vs-vins-21.fr/en | https://www.instagram.com/domainevincentsophiemorey/
Domaine Lucien Boillot: https://www.entrelesvignes.net/pierre-boillot | https://www.instagram.com/domainelucienboillot
Maison Capitain - Gagnerot: https://www.capitain-gagnerot.com | https://www.instagram.com/capitaingagnerot
Bistro Lucien, Gevrey: https://www.rotisserie-chambertin.com/bistrot-lucien/ | https://www.instagram.com/rotisserieduchambertin
L‘Arche des Vins, Beaune: https://www.larchedesvins.fr | https://www.instagram.com/larchedesvins
Slanted Door, Beaune: https://slanteddoor.com/beaune | https://www.instagram.com/maison1896_beaune
La Moutaderie Edmon Fallont: https://www.fallot.com | https://www.instagram.com/edmondfallot
Catherine & Raisin: https://www.instagram.com/catherineraisin/
Magazin SERVISA vom Service-Bund: https://www.servicebund.de/sortiment/servisa.html
Wenn dir die Folge gefallen hat, schreib mir, was dich bewegt hat, kommentiere gern deine Gedanken oder berichte von deiner eigenen Reise und empfiehl Kirsch Royal weiter, wenn du jemanden kennst, der Gastgeberkultur genauso liebt wie du und ich:
Kontakt: kirsch@maja-kirsch.com
Hier findest du mich: https://www.maja-kirsch.com
Dieser Podcast Kirsch Royal ist eine Produktion von STUDIO VENEZIA – the podcast company https://www.studiovenezia.de/
Transkript anzeigen
00:00:08: Begunt drei Tage, drei Winzer, drei Türen und keine davon habe ich selbst aufgemacht.
00:00:13: Und das sage ich dir gleich ganz ehrlich dazu.
00:00:15: Dieser Folge erzählt euch nichts was ich verdient hätte.
00:00:19: Sie erzählt etwas passiert wenn man neben dem Richtigen steht.
00:00:23: Ich bin Maja Kirsch und in der letzten Folge habe ich euch ein Versprechen gegeben.
00:00:26: Ich nehme euch mit zu meinen Tankstellen und heute ist der erste Stopp!
00:00:36: Beziehungsweise vom Servicebundunternehmen Josef Zink und einer Gruppe aus Wein interessierten und Weinkennern, die diese Reise erst zu dem gemacht haben was sie geworden ist.
00:00:46: Mein Dankeschön in dieser Stelle geht ganz besonders an Hans Christian der die Reise hauptsächlich organisiert hat mit natürlich der Unterstützung von Stefanie.
00:00:55: Er war aber derjenige der uns die Türen aufgemacht hat bei den Winzern und er für den kompletten gastronomischen Rundumblick gesorgt hat so dass wir wirklich richtig gut versorgt waren.
00:01:06: Ich konnte im Begun nicht nur lernen, ich konnte einfach auch auftanken nach einigen doch herausfordernden sehr denkenden Wochen.
00:01:16: Und das hat genauso viel mit den Wein zu tun wie mit dem was um die Weine herum passiert ist also mit diesen wunderschönen Dörfern aus Helm-Kalkstein und den Mittagstischen, die so attraktiv kalkuliert waren dass sich erst mal staunen musste aber auch mit der Bistrobestuhlung vor den Restaurants draußen einfach auf der Hauptstraße, so wie man das aus Frankreich oder aus Filmen kennt.
00:01:41: Und es hat auch mit den Menschen und diesen Tischen zu tun die alles eins gemeinsam hatten, nämlich ein Glas Wein in der Hand – und das war ganz selbstverständlich nicht nur nebenbei!
00:01:50: Man kann sagen….
00:01:51: oder ich will sagen, Wein war der Anders für diese Reise aber er war nicht der ganze Inhalt.
00:01:57: Wenn ich euch das begund beschreiben soll fängt es bei mir nicht im Keller an sondern draußen auf der Straße also... Die Dörfer sind mit wunderschönen Häusern aus Helm, Kalkstein, Mauern, Gärten und dann dieses Treiben auf den Marktplätzen.
00:02:13: Auf den Straßen wo gastronomische Bistros oder kleine Restaurants sind so wie man das aus Frankreich kennt.
00:02:22: Da werden einfach Tische rausgestellt, Bistro-Bestuhlung Menschen die sich Zeit lassen ein Glas in der Hand.
00:02:27: Das Ganze ist hier selbstverständlich Und es wirkt null inszeniert Obwohl man jederzeit die Kamera draufhalten könnte und es eine klassische Filmszene aus französischen Filmen sein könnte.
00:02:41: Für mich war's das erste Mal im Burgund, auch das erste mal in Bohnen.
00:02:45: Im Burdo war ich schon mehrfach und ich hatte mir so ähnlich vorgestellt aber muss hier sagen, dass Burgund hat mir ein bisschen besser gefallen.
00:02:54: Von den Häusern, von den Mauern und vom Kalkstein habe ich ja schon gesprochen.
00:02:59: Und das ist im Prinzip derselbe Stein wie der Boden auf dem die Reben dort stehen.
00:03:04: Es ist ein Kalkstein aus dem Jura im Grunde aus dem Urzeitmeer entstanden.
00:03:10: also genau der gleiche Kalk, aus dem die Häuser sind gibt auch den Pinos und den Chardonnés diesen mineralischen Ton.
00:03:18: Gleichzeitig ist es aber auch die Mauern zwischen den Lagen, die kleinen Hütten in den Reben, die hier Kabots heißen.
00:03:27: Und es ist auch der Stein, der an der Wand des Hauses ist, in denen der Wind erlebt.
00:03:35: Der Stein kommt aus den verschiedenen Brüchen nur ganz wenige Kilometer entfernt und man weiß hier oder ich habe festgestellt dass Stein- und Wein oft am selben Hang sind.
00:03:49: er wird Wenn er frisch gebrochen ist, ist der fast weiß und wird dann mit der Zeit so silberig grau.
00:03:55: Und abends wenn die Sonne drauf scheint, hat er sowas Honigfarbenes.
00:04:00: Das war für mich die Farbe, die sich durch alle drei Tage durchgezogen hat von Bohnen über Merceau bis nach Aulox Couton.
00:04:08: Und das war so der erste Eindruck den ich vom Begrund hatte.
00:04:12: Den hatte ich bevor ich überhaupt einen Schluck war in einem Glas hatte.
00:04:15: Aber lass uns mal losfahren.
00:04:18: Tag eins war Freitag und wir sind sehr früh um halb sechs Uhr morgens abülos gefahren.
00:04:24: Und der erste Stopp war kein Frühstück, es war keinen Spaziergang durch Bohnen sondern es war direkt ein Weingut.
00:04:31: Vincent & Sophie Moreau in Chassagne Montraché.
00:04:35: Ich muss das hier nochmal kurz einordnen für die, die das begonnen oder die Wein nicht so gut kennen.
00:04:41: also Chassaigne ist eines der bedeutendsten weißweindörfer der Region.
00:04:46: Allein hier gibt es drei Grands-Cruces, also Premiumweine wenn man das so sagen möchte.
00:04:52: Und allein in Chassagne gibt es davon drei der größten und wichtigsten, berühmtesten Grands Cruces.
00:04:59: Le Montraché, Batamontrachée und Criot Batamountrachés.
00:05:04: Das ist eine Liga, in der wir uns direkt morgens um zehn bewegt haben.
00:05:10: Alles auf nüchternen Magen.
00:05:12: Familie Moro ist seit ... Ich glaube, sechzehn dreiundvierzig in Chassagne.
00:05:17: Und Winzen ist die zehnte Generation.
00:05:19: Sein Sohn steht inzwischen mit auf den Eliketten Maxim und ich bin mir sicher da kommt die elfte Generation.
00:05:26: Sophie Winzins Frau kommt auch aus einer Winzer-Familie aus Santigné.
00:05:30: Beide Familien hatten als sie zusammengekommen sind Anteile an einer bestimmten Lage dem Premier-Krü Les Sombrassee Die Mores aus Chassaigne und Sophie's Familie aus Santini.
00:05:43: Im Heirat der beiden sind diese Anteile zusammengekommen und daraus entsteht heute ein Wein, den es nicht gegeben hätte wenn die Beine sich nicht gefunden hätten.
00:05:53: Und mein Thema mit den Türen fängt hier an beim ersten Wein oder bei den ersten Weinen dieses ersten Tages.
00:06:01: Wir haben acht Weine probiert alle aus dem Jahrgang-Zweißund vierundzwanzig gestartet mit dem Bougogne Chardonnay zum Einstieg dann gab's du Saint-Auban Leschamois und den Pylenis La Truffière.
00:06:14: Dann hatten wir noch Chassanie Vervigne, drei Primiergrüß aus Chassagne und am Ende ein Batamontrache Grand-Grüh.
00:06:21: Es ist schwer sich zu entscheiden aber wenn ihr mich fragt welcher Wein mich an diesem Vormittag am meisten gepackt hat dann muss ich ehrlich sein!
00:06:29: Der Batamountrasche ist natürlich ehrwürdig klar voller Spannung und ein absolut großer Wein.
00:06:38: Aber... Der, bei dem ich wirklich Innenhalte musste war der Leson Brassé.
00:06:43: Nicht der lauteste, nicht der breiteste sondern für mich der feinste an diesem Morgen!
00:06:48: Der Morgeau und weiterer Premier Crue war super kraftvoll auch zugänglich und mir war klar... Und das habe ich auch am Tisch gesagt, er würde jede Blindverkostung gewinnen wenn man den reinstellt.
00:07:04: also jetzt einfach nur gegeneinander probiert.
00:07:08: Wer ist der Wein, den man auch jemanden hinstellen kann, der mit Begründung noch nicht so viel anfangen kann und trotzdem versteht er gleich worum es geht?
00:07:16: Es war eine großartige Probe mit einer tollen Atmosphäre und ich dachte nur am Ende wie geht das hier wohl weiter die nächsten Tage wenn wir auf diesem Niveau schon einsteigen?
00:07:26: Wir sind mittags in ein kleines Bistro im Ort gelandet.
00:07:30: Bistrotom heißt es und das ist direkt an einem kleinen Park, da ist samstags auch immer der Marktplatz.
00:07:36: Und wir konnten dank des unfassbar guten Wetters draußen sitzen.
00:07:40: Das Wetter war wirklich ein Geschenk!
00:07:43: Es gab tolles Essen, es war unkompliziert keine große Inszenierung und es war einfach nach den Weinen die wir gerade hatten und nach dem was wir gerade probiert hatten auch genau das was gebraucht haben, um einfach die Sachen so ein bisschen sacken zu lassen und zu verarbeiten.
00:08:00: Die Parkplatzsuche in Bohn war natürlich wieder ein Abenteuer für sich aber das gehört irgendwie in Frankreich dazu und Gott sei Dank haben Holger und Hans Christian diesen Part übernommen und wir sind schon ein bisschen früher aus dem Auto gesprungen konnten uns schon mal auf ja die Weinkarte stürzen und den Wein für den Mittagsservice oder für unser Mittagessen aussuchen.
00:08:19: Es war einfach eine schöne Pause, es hat gut getan.
00:08:22: Wir haben Frankreich in vollen Zügen genossen und Bohnen konnten wir so ein bisschen aufsagen weil wir einfach so mitten drin im Geschehen waren.
00:08:29: Wir sind dann noch nach dem Essen zu Edmont Fallot gelaufen einer Senfmühle in Bohne Und ich war echt gespannt wie so eine Senfverkostung abläuft.
00:08:38: Was kann ich darüber lernen?
00:08:40: Was gibt es über den berühmten die Genressenf zu erfahren?
00:08:43: Dass die Qualität bei Fallot stimmt das war mir klar Weil ich kannte die Senf schon.
00:08:48: Und wer Fallow kennt, der weiß auch, dass da nur ordentliche Sachen ins Glas kommen.
00:08:54: Für die, die es nicht kennen, Edmund Fallow ist die letzte unabhängige Semfmühle im Burghund Die letzte von, glaube ich damals, hunderten.
00:09:03: und seit drei Generationen, ich glaub' seit neunzehnundachtenszwanzig, ist Familie Fallow dort ansässig.
00:09:10: und in den Siebzigern gab's eine kleine stürische Entscheidung und das zeichnet die Familie ja auch aus Damals haben... Praktisch alle Senfhersteller in Frankreich auf Massenproduktion umgestellt.
00:09:20: Auf Hochgeschwindigkeitsmühlen, also die die Hitze erzeugen und damit wird das Senfkorn praktisch mit Hitze in Verbindung gebracht und dadurch wird es auch bitter.
00:09:31: Und wenn's bitter wird oder wenn's warm wird dann verschwindet beim Senf auch das Aroma.
00:09:37: Also auch wichtig hier für die, die gerne kochen Arbeiten wollen niemals aufkochen lassen, sondern immer am Schluss.
00:09:45: Also wenn ihr jetzt eine beur blanc zum Beispiel gemacht habt und ihr wollt ne Sämsauce machen und habt die Grundsauce fertig dann nicht mehr erhitzen keine Hitze mehr dazugeben weil das aromatis denn verschwindet sonst und dann bleibt halt nur so ein bitterer scharfer ton.
00:09:59: Und diese Umstellung in den Siebzigerjahren, also praktisch die Industrialisierung in der Semverstellung.
00:10:05: Die haben Verlos damals nicht mitgemacht sie sind beim langsam kalten Malen zwischen Mühlenstein geblieben auch immer eine betriebswirtschaftliche Entscheidung aber die wurde getroffen zugunsten des Geschmacks und der Qualität.
00:10:18: Ich habe viel über die Pflanze erfahren.
00:10:20: es ist so ein bisschen aufgebaut wie ich will es nicht sagen Museum so eine gläserne Manufaktur und dort sind wir auch durchgelaufen.
00:10:28: Und was mich überrascht hat, war wie wenig Zutaten guter Senf eigentlich braucht.
00:10:33: Nämlich Senfkörner, Wasser, Salz und eine Säure.
00:10:38: Hier muss man nochmal ganz kurz erklären diesen klassischen Dijon-Semf oder den berühmten Dijonsenf, denen kennen bestimmt viele von euch.
00:10:46: Das ist aber keine geschützte Bezeichnung!
00:10:53: Dort wird auch hauptsächlich Essig verwendet.
00:10:57: Im Mutadebougogne ist diese Säure, von der ich vorhin sprach, kein Essig.
00:11:01: Sondern war es aus dem Bugund.
00:11:04: Und im klassischen Dijon-Semf war es lange Zeit versue.
00:11:09: Also dieser unreife Traumsaft.
00:11:11: Das war damals in den letzten Jahren die Innovation eines Dijonne-Sempfmacher und damit wurde der Dijons-Senf auch berühmt geworden.
00:11:19: Ihr habt's schon gehört?
00:11:21: Die Dijoncempf, das ist vielleicht wichtig, ist keine geschützte Bezeichnung... Aber was wirklich die geschützte Bezeichnung ist, ist Mutadebougogne.
00:11:29: Das aber noch nicht so lange, aber da erzähle ich gleich nochmal ein bisschen etwas dazu.
00:11:33: Also wir haben uns die Gläsernemone Faktur angeschaut und die Mühlensteine konnten wir wirklich sehen.
00:11:40: Es war ja Freitag nicht mehr im Einsatz, aber wir haben gesehen dass sie dort noch auf jeden Fall Verwendung finden und haben ein bisschen was über die Pflanze erfahren.
00:11:50: Am Ende haben wir verkostet Naja, ich sag mal so.
00:11:53: Von acht Bugundern auf scharfem Senf?
00:11:55: Das ist echt ein Sprung gewesen!
00:11:56: Aber es war total spannend zu sehen was man alles aus Senf machen kann wie er aromatisiert wird und wie ich ihn dann wieder weiter verwende.
00:12:03: da gab's viele Tipps und Tricks von unserer Führerin die das wirklich spannend gemacht hat und dann den Senf auch noch in Rezepturen eingebettet hat.
00:12:13: Was mich an Falle besonders beeindruckt hat war die Haltung oder die Vision des heutigen Inhabers.
00:12:22: gehört mit Sicherheit zu den Pionieren, die in den neunziger Jahren den Senfanbau zurück ins Bugund geholt haben.
00:12:28: Denn über Jahrzehnte kam der berühmte Dijon-Senf zum großen Teil aus kanadischer Saat und im Bugund selbst war der Anbau fast verschwunden.
00:12:37: Zwei Tausend Neun ist daraus eine geschützte Herkunftsangabe geworden.
00:12:41: Ich habe es vorhin schon mal gesagt, Mutadebougogne – hundertprozent bugundische Saat mit bugundischen Weißwein verarbeitet in Bohn hergestellt!
00:12:48: Das ist das was dieser geschützte Dijon-Sempf ist.
00:12:52: Also wenn ihr wirklich original Dijons-Semf haben wollt oder diese geschütze Herkumpfsangabe haben wollt dann solltet ihr darauf achten dass ihr Mutade Bugognier kauft.
00:13:03: Was die Winzer mit Pino und Chardonnay machen, machen die Verlos mit Semf.
00:13:06: Das war so ein bisschen mein Eindruck oder das war meine Brücke, die ich geschlagen habe.
00:13:10: Sie nehmen Herkunft ernst, sie bleiben klein, das Handwerk wird verteidigt und auch wenn der Markt eine andere Richtung läuft, bleiben sie bei Qualität.
00:13:19: Diese beiden Welten hatten für mich mehr miteinander zu tun als ich vielleicht im ersten Blick hätte erkennen können.
00:13:27: Für uns ging es danach ins Hotel Runde spazieren gegangen in einem kleinen Bach, der direkt vor unserem Hotel vorbei fließt.
00:13:35: Dass so vielen Eindrücken war das ist genau das richtige noch mal raus frische Luft und ganz tief durchatmen.
00:13:42: Die Hotellküche an diesem Abend war stets bemüht so will ich es sagen und will da auch ganz ehrlich sein denn mehr war's am Abend nicht.
00:13:49: aber wir hatten dann dem Tag ja schon so viel gute Kulinarik dass das gar nicht mehr ins Gewicht fiel.
00:13:55: Für meine Verhältnisse und die, die mich kennen werden es vielleicht gar nicht glauben.
00:13:59: Ich bin super früh ins Bett gegangen und ich war auch froh drum.
00:14:02: Wir sind ganz früh gestartet und für mich hatte Tag eins hier auch gereicht.
00:14:08: Der Samstag, Tag zwei, sind wir morgens nach Geoffrey-Chambattin gefahren in die Coutignouie also Die Welt des Burgunds wo sich alles um Pino Noir dreht.
00:14:19: Pierre Bouillaud Hat uns empfangen, ist die sechste Generation.
00:14:22: Die Wurzeln der Familie liegen in Wolney.
00:14:25: Dort sind die Bouillots seit eighteenhundertfünfzig Winzer.
00:14:28: Sein Vater Lucien zog neunzehntundhundhundert fünfzig nach Schäfré und kaufte dort die ersten Parzellen.
00:14:35: Das Weingut heißt Lucian Bouillot Und wir haben also... Bei Pierre probiert.
00:14:42: Pierre hat lange mit seinem Bruder zusammengearbeitet, um im Jahr two-thousand drei haben sich die beiden getrennt, Pierre hat das Haus in Jeffrey übernommen und sein Bruder ist nach Chambol Missigny gegangen.
00:14:54: Also fein gut Lucien Bouillot!
00:14:57: Sieben Hektar, thirty-fünf tausend Flaschen im Jahr.
00:15:00: davon gehen ungefähr eighty fünf Prozent in den Export in zweiundzwanzig Ländern.
00:15:04: Im Klartext heißt es eigentlich dass das gar nicht vieles.
00:15:07: in Frankreich ist Pierre Bouillou fast unbekannt.
00:15:11: Wir hingegen kannten ihn, weil wir mit Hans-Christian und Stefanie dort waren.
00:15:17: Die ihn vor Jahren entdeckt haben und seitdem mit ihm arbeiten.
00:15:21: Das hat man gespürt.
00:15:22: an jeder Geste, an jedem Glas – ich weiß nicht ob uns diese Tür ohne diese Beziehung überhaupt aufgemacht worden wäre!
00:15:29: Wir waren ausschließlich im Keller und das passt zu Pierre, fand ich.
00:15:32: Im Keller passiert das was er so für seine Arbeit als entscheidend beschreibt.
00:15:36: Ich würde es mal zusammenfassen als kontrolliertes Nichtstun.
00:15:40: Bei man ihm so zuhört, merkt man das ist vielleicht das Schwerste was man als Winzer aushalten kann.
00:15:45: Nichts hinzufügen, nichts beschleunigen, nichts korrigieren – den Wein einfach lassen!
00:15:50: Und genau das hat man gemerkt und auch geschmeckt.
00:15:54: Die Weine waren so authentisch weil er so arbeitet wie er arbeitet aber es war eine Authentizität die mir auf der Reise selten so klar im Glas begegnet ist wie in dieser Stelle.
00:16:06: Für mich waren es alte Werte aus dem Begund, eine traditionelle Stilistik die selbst hier in der Region selten geworden ist.
00:16:12: Manche sagen oder man könnte sagen Piers Weine seien so ein bisschen aus der Zeit gefallen.
00:16:18: Ich finde sie sind genau das wo für Bugunde berühmt geworden sind.
00:16:21: In einer Zeit in der alles schneller lauter und zugänglicher werden muss hat Pierre oder bewahrt Pierre etwas dass die Region groß gemacht hat Und...das ist auch von Bugunden selten geworden.
00:16:34: Pierre hat uns den Wein direkt aus den Fässern gezogen, hat jedem Glas seine Zeit gegeben.
00:16:40: Leider mussten wir immer mal widerspucken weil es anders einfach nicht geht wenn man den ganzen Tag probieren möchte und... Es ist uns extrem schwer gefallen!
00:16:51: Die Reben vom Weingut sind im Schnitt über fifty Jahre alt und in manchen Lagen sogar über neunzig Jahre alt.
00:16:57: Das ist auch Substanz die lässt sich nicht beschleunigen.
00:17:00: Der Winzer selbst hat mich beeindruckt Wenn man mit Pierre gesprochen hat, der Rot in sich ist charmantruig herzlich total bei der Sache ohne sich darstellen zu müssen.
00:17:10: Er spricht über seine Weine so ein bisschen wie über alte Freunde und sein Credo.
00:17:15: er sucht nicht nach dem schnellen zugänglichen Wein sonst verliert man Tiefe und Terror.
00:17:20: Es gab so einen Satz der mir und Stefanie besonders hängen geblieben ist und Stefani ist schon ein bisschen schneller gewesen als ich mit dieser Folge und hat das auch schon als Post zusammengefasst.
00:17:31: Zwarhundfünfzig Meter Luftlinie zwischen zwei Parzellen und die Weine, die daraus kommen sind nicht ähnlich sondern Grundverschieden.
00:17:39: Völlig andere Aromatik, andere Würze, andere Tanine, anderes Gerbstoff.
00:17:44: Zweihundertfünfzig Meter und alles verändert sich im Glas!
00:17:48: Das ist Begunt – das auch der Grund warum die Arbeit dort so anspruchsvoll ist.
00:17:52: Man kann nicht großzügig denken in Begun, sondern man muss präzise denken.
00:17:57: Und dass es das was Pierre macht, Parzelle für Parzelledenken.
00:18:01: Und dann kam ein Fass, einen Nui Saint-Georges Prémier-Cruis aus der Lage Leprouillers.
00:18:08: Auch Jahrgang zwanzig fünfundzwanzig.
00:18:10: Wenn ich mich recht erinnere sind die Reben ungefähr achtzig bis neunzig Jahre alt und was Pierre da aus dem Fass gezappt hat, hat mich und ich glaube auch alle anderen in dieser Probe innehalten lassen.
00:18:22: das war fein komplex und großartig mineralisch.
00:18:29: Wir waren uns einig schon bevor das Glas leer war Der Wein wird groß.
00:18:33: Wir haben ernsthaft überlegt, ob wir nicht zusammenlegen und das Ganze fast
00:18:36: kaufen.".
00:18:38: Und... Falls Pierre das hört?
00:18:40: Denkt dran!
00:18:41: Wir haben mündlich schon mal reserviert.
00:18:43: Pierre hat unsere Reservierung mit einem Lächeln aufgenommen.
00:18:46: Wahrscheinlich nicht das erste Mal dass jemand berühmt verrückt aus seinem Keller rausgeht.
00:18:50: An dieser Stelle geht ein Großhaus an zwei Kollegen die uns damals im Bordeaux begleitet hatten.
00:18:55: Diesmal aber nicht dabei waren.
00:18:57: Also wenn ihr einsteigen wollt in unser Bugunder Invest meldet euch Die Namen reiche ich in den Chonuts nach und vielleicht fahren wir noch mal hin und probieren das Fass nach.
00:19:05: Pierre hat noch einen Wein, den er nur ungern rausrückt.
00:19:08: Seinen einzigen Weißwein!
00:19:09: Ein Pülle-Nimontrasche-Premier-Cruis-Leperière.
00:19:12: Ich habe mich gewundert warum er den nicht von Anfang an mit in der Probe hatte Aber wenn ich euch die Geschichte erzähle wird es fast klar.
00:19:19: Die Geschichte dazu ganz kurz weil sie einfach so schön hier rein passt und auch zu dieser Reise passt.
00:19:24: Pierre kauft diese Parzelle im Jahr.
00:19:27: Damals hat sich ein Komitee aus Pylini Anwohnern formiert und versucht den Verkauf zu verhindern, weil Pierre für sie ein Außenstehender war.
00:19:35: Er hatte am Ende durchgesetzt, weil er als Tausch eine Zelle Volny angeboten hat.
00:19:41: Sein Satz dazu – wenn man etwas nur einmal im Jahr macht muss man es richtig machen!
00:19:47: Und das habe ich im Nachgang nachgeschaut, weil der Pyrimiso im Kopf geblieben ist Warum er nur diesen einen Macht oder diesen einen weißen Wein und hauptsächlich Rotwein?
00:19:58: Und ich war ganz froh, dass wir ihn probieren durften.
00:20:02: Er war besonders, weil er nach den Rotweinen extrem präzise und klar zu verkosten war!
00:20:06: Er war super mineralisch mit einem langen Abgangs-Sensorisch hatte, will ich mal sagen uns ein bisschen aufgeweckt nach all dem Tannin und Gerbststoff.
00:20:15: Bei den Qualitäten die wir im Keller hatten waren wir sowieso alle hellwach aber dieser weiße hat nochmal eine ganz andere Frische in den Mund gebracht und wir wussten in dem Moment, warum Pierre ihn ungern rausgerückt hat.
00:20:27: Nach Bouillou sind wir noch ein bisschen nach ... also durch Jeffrey Schambaton gelaufen was wirklich schön war mit diesen Gärten, den Innenhöfen und diesem hellen Stein von dem ich euch schon im Intro erzählt habe und mir war an der Stelle schon ziemlich klar dass ich noch einmal ins Begunst zurückkehren werde.
00:20:44: Mittagessen war im Bistro Lucian und damit das hier nicht durcheinander geht Das hat nichts mit der Domain Lucien Bouillot zu tun, die wir gerade verkostet hatten.
00:20:54: Sondern ist ein eigener Laden mitten in Jeffrey.
00:20:57: Also klassische französische bogundische Küche mit ein paar modernen Akzenten.
00:21:02: Sie haben einen Bib-Komé von Michelin und das Schwester-Restaurant im selben Haus hat glaube ich sogar einen Stern.
00:21:09: Wir haben uns dann praktisch für die zugänglichere bezahlbare Variante entschieden.
00:21:15: Ich bin gar nicht so richtig sicher ob Hans Christian das alles gewusst hat Aber wir waren überzeugt an dem Mittag oder ich war davon überzeugt, dass sie auf jeden Fall an so einem Stern kratzen und den hätten Sie auch zumindest was wir mittags bekommen hatten auch verdient.
00:21:34: Also der Laden war echt eine Überraschung und das im positiven Sinne.
00:21:38: Wir wollten ... oder wir hatten gehofft ,dass wir auf die kleine Terrasse im Innenhof uns platzieren dürfen aber die war reserviert und es hat uns anfangs ein bisschen enttäuscht.
00:21:46: dann haben wir uns aber einen Tisch zweiten Terrasse gegeben und das war perfekt.
00:21:51: Ich will mal sagen, der Service war französisch unauftringlich mit einer klaren Dominanz des Service-Mitarbeiters, der die Karten gebracht hat freundlich aber ohne großes Aufheben.
00:22:00: Und ja so, ich glaube so kennt man das auch aus Frankreich vor allen Dingen wenn der Laden besonders gut läuft.
00:22:07: Wir wollten Allerkart essen und sind dann auf der Rückseite des Menüs oder der Karte sind uns dann die Mittagsmenüs aufgefallen.
00:22:16: Die sind direkt aus dem Allerkart zusammengestellt gewesen und ich glaube irgendwie für neununddreißig und viertvierzig Euro konntest du da drei Gänge dir aussuchen.
00:22:25: Und das finde ich krass kalkuliert, natürlich ist die Portionsgröße dort angepasst aber ja es macht einfach Freude das zu bestellen und mittags auch zu bekommen.
00:22:35: Ich habe Stecken bestellt, das gehört für mich in Frankreich dazu und danach gab's Kalbsblankett und das war für mich ein weiterer Moment warum ich gewusst hab dass ich hier auf jeden Fall nochmal herkomme.
00:22:46: Das Blankett war nämlich aus Kalbskopf gemacht, was nicht jeder mag.
00:22:50: Ich lieb das sehr und es war eine großartige Soße ein perfekter Garpunkt und durch den Kalbsoffe war's einfach super saftig!
00:22:59: Ich hab die anderen einfach am Tisch probieren lassen weil es so gut war dass ich jetzt nicht für mich behalten wollte.
00:23:06: Die Weinkarte im Bistrolösser hat knapp achthundert Positionen und dann konnte die ganzen ausgetrunken Flaschen wirklich auch große Namen, große Jahrgänge mit unfassbarem Wert auch überall im Bistro sehen.
00:23:19: Da gab es auf der Karte wirklich tolle Jahrgänge, es gab Vertikalen mit großem Namen.
00:23:25: und ja wenn du dort somit hier bist dann kannst du dich richtig austoben und kannst wirklich auch viel am Tisch verkaufen.
00:23:32: Wir haben uns zu Beginn für einen Schaumwein entschieden und danach ein Dreiundzwanziger Bugunde die wir selbst ausgesucht hatten.
00:23:40: und zum Hauptgang wollten wir nochmal nachlegen.
00:23:45: Anfangs gab es den Service-Mitarbeiter und dann gab's den Sommelier.
00:23:50: Der kam da noch mal an den Tisch, hat uns einen Zweiundzwanziger Saint-Auban von Rupier-Ephys empfohlen.
00:23:56: Einen Saint-Obon liegt für euch nochmal zum Einordnen direkt zwischen Chassanie und Belyny, also mitten in so einem Premiumgebiet der Côte-Bohnen.
00:24:07: Ich würde mal sagen, es ist so ein bisschen die unterschätzte kleine Schwester der beiden großen Premier-Pristischregionen und hatte zumindest das was ich wahrgenommen habe im Begrund für mich oft das bessere Preisgenussverhältnis.
00:24:24: Und der Sommelier hat uns in dem Moment nicht in die nächste Höheliga geschickt obwohl diese Karte, die er hat zur Verfügung hat, wirklich mühelos hergegeben hätte.
00:24:34: Er wollte uns etwas zeigen was wovon er überzeugt ist und er wollte uns überraschen.
00:24:40: Und das hat er geschafft, der Wein war ein absoluter
00:24:43: Treffer.".
00:24:44: Ich fand es einfach unfassbar mutig!
00:24:47: Ich glaube, dass er schon gemerkt hat, dass wir uns auskennen und trotzdem hat er seine Linie nicht verlassen.
00:24:52: Er hat die Linie eingeschlagen, die er für richtig hielt.
00:24:56: Diese achthundert Positionen auf der Karte, einen Tisch mit Weinliebhabern Wir waren sehr empfänglich für nächste Stufe und nach oben zu korrigieren, wären für ihn ein leichtes Spiel gewesen einen großen Namen rauszuziehen.
00:25:09: Einen Premier Crue oder einen Grand-Cruis zu empfehlen aber er hat das gar nicht ausgenutzt.
00:25:13: Er hat empfohlen was er für richtig hielt und er hatte es klar adressiert ohne es zurechtfertigen.
00:25:19: Ich mochte das total und ich fand das super sympathisch!
00:25:22: Was sich auch in Frankreich mag ist der Sommelier ist dort sommelier oder die Sommliere ist sommliere.
00:25:29: Der Service is service und dass ist klar getrennt.
00:25:32: Der Mann an unserem Tisch war ausschließlich für den Wein zuständig und er hat das mit einer Ruhe gemacht, die in Deutschland selten geworden ist.
00:25:37: Weil bei uns oft der Servicemitarbeiter alles gleichzeitig sein muss.
00:25:41: Eindecken, Speisen erklären, Weinberatung, Kasse – alles in einem oft im selben Tempo.
00:25:46: In Frankreich ist es ein anderes Berufsverständnis eine klare Rollenverteilung.
00:25:52: Ich will nicht sagen dass das eine besser ist als das andere aber für die Qualität einer Weinberation am Tisch macht es einen Unterschied und das spürt man auch als Gast.
00:26:02: Und wenn ich auf meine Türenidee zurückkomme, auch das ist eine Tür die sich an dem Mittag aufgemacht hat.
00:26:07: Nicht durch eine Beziehung die wir mitgebracht hätten sondern durch jemanden der seinen Job ernst nimmt.
00:26:12: Der eine Empfehlung wagt er sein Tisch gut liest... Das ist Gastgeber Kultur!
00:26:18: Das ist Gasgeber Sein.
00:26:20: Vormittagessen ging es weiter nach Ladua also wieder zurück in die Kote Bohnen.
00:26:25: An den Fuß des Couture-de-Coton und das ist eine kleine geografische Besonderheit, die ich euch kurz erklären muss.
00:26:32: Der Coutur de Coton ist der einzige Hügel im gesamten Begründung an dem rote und weiße Grand-Grün nebeneinander wachsen.
00:26:39: Auf der einen Seite kommt der berühmte Coton Charmagne her – einer der größten Weißweine in der Welt – und auf der anderen Seite die roten Coutons also Pinot Noir auf grand-grünniveau alles am selben Hang.
00:26:51: Captain Gagnon sitzt direkt unter diesem Hügel und die Auffahrt zum Weingut hat mich ans Bordeaux erinnert.
00:26:58: Eine unfassbar lange Einfahrt, alles super gepflegt.
00:27:00: du fährst praktisch zwischen den Reben hoch oder am Ende steht ein kleines Herrnhaus das fast wirkt wie so einen Schlösschen.
00:27:07: vor dem Haus gab es als Entree ja so'n Kubus mit einer großen Aufschrift aus weißen also aus leeren Flaschen weiß und dunkle.
00:27:17: und von weitem konntest du schon lesen Ladoir Die Kapitän sind seit dem siebzehnten Jahrhundert in dieser Region ursprünglich als Weinhändler.
00:27:28: Die Domäne Gagnereau wurde de Achtzehnhundertzwei gegründet und auch hier hat wieder durch eine Heirat die Verschmelzung stattgefunden.
00:27:34: zur heutigen Domänen, nämlich Acht Zehnhundertsechzig heiratete Marie-Gagnereaux Francois Capitaine einen Weinhändler und aus dieser Verbindung entsteht was wir heute Kapitain Gagnon nennt.
00:27:47: Marie hat dieses Weingut nach dem Tod ihres Mannes der leider sehr früh eingetreten ist, alleine weitergeführt.
00:27:53: Das war ungefähr Ende des neunzehnten Jahrhunderts.
00:27:56: Im Bugund war gerade Reblos-Krise und der komplette bugundische Weinbau war praktisch verwüstet.
00:28:04: Und sie hat in dieser Zeit die Entscheidung getroffen nicht zu verkaufen sondern das war ein Gut zu halten und neu zu bepflanzen.
00:28:10: Ich glaube dass diese Entscheidung den Grundstein für alles gelegt hat was wir dort heute sehen konnten oder was dort heute steht Eine Frau, die sich entschieden hat zu bleiben in einer Zeit, in der viele Winzer das Feld geräumt haben.
00:28:23: Heute führt die neunte Generation das Haus – die Geschwister Pierre-François und Daphine mit ihren jeweiligen Partnern.
00:28:30: Pierre-François macht die Winifigation seit zwei Tausendneun und seine Frau Julie weiß, die uns durch den Keller geführt hat.
00:28:37: Es war eine tolle familiäre Atmosphäre.
00:28:39: Julie war sehr wissend und das alles ohne Inszenierung, ohne sich groß darzustellen!
00:28:47: Man hat gemerkt, da ist einfach jemand der genau weiß was im Keller liegt und sich die Zeit nimmt es uns auch zu zeigen.
00:28:54: Mitten drin im Tasting kamen wir Sohn rein mit Fahrradtelmen auf dem Kopf und brauchte ganz schnell etwas von Mama Und Julie hat das ohne große Geste geregelt und einfach weitergemacht.
00:29:03: Wirklichmarm sage ich nur.
00:29:05: solche Szenen kenne ich gut und ich finde es großartig dass auch dort auf diesem Wein gut beides geht.
00:29:11: Auf den Flaschen aus denen wir probiert haben waren keine Diketten Nur Nummern.
00:29:14: Vielleicht habe ich da auch ein bisschen den Überblick verloren.
00:29:17: im Detail, kann ich euch deshalb nicht zu jedem Bein etwas sagen.
00:29:21: Aber das Drumherum ist mir ganz klar im Kopf geblieben!
00:29:24: Wir haben Jahrgang zwanzig fünfundzwanzig quer durch die Lagen probiert.
00:29:27: was im Keller von Kapitän Garolac hat mir vor allem Respekt eingeflüst.
00:29:33: ehrlich gesagt großen Respekt also.
00:29:38: Wir reden hier von Achesy, Claude Vujau, Couton Charmagne, Alex Coutone.
00:29:42: Das sind Namen weiße wie rote Krongrüß, die in der ganzen Welt zu den größten gehören und wir waren im Keller, indem solche Weine reifen und entstehen.
00:29:50: Für mich war das der absolute Wahnsinn.
00:29:53: Stylistisch geht die Domäne eine sehr zurückhaltende Linie.
00:29:57: Sie verfinden maximal zehn Prozent Neuholz und es ist deutlich weniger als der Bugunstandard, der eher bei zwanzig bis dreißig Prozent liegt.
00:30:06: im Dienst des Weins, nicht andersherum und das schmeckt man.
00:30:09: Weil die Frucht klar ist, die Lage präsent, dass Holz nicht im Vordergrund steht.
00:30:15: Die Pinus- und auch die Weißweine sind ich will immer sagen zart finessenreich gerade die Pinus sehr fruchtbetont Und sie haben auch in der Jugend schon Spaß gemacht und haben trotzdem ein großes Potenzial zu altern.
00:30:29: Ich sage euch ganz ehrlich Jungs beginnt den ganzen Tag zu probieren ist echt anspruchsvoll.
00:30:34: Das ist keine nebenbei Verkostung.
00:30:37: Da arbeitet der Gaumen mit, da arbeitet der Kopf mit und am Nachmittag waren wir alle ein bisschen müde weil so viele Eindrücke zusammenkommen dass man wirklich sich konzentrieren muss.
00:30:47: Als wir mit Julie aus dem Keller kamen uns sie uns verabschiedete ist gerade der Seniorchef in einem alten Renault losgefahren auf den Weg zum Weinberg zu einem richtig schöner Oldtimer.
00:30:57: das war noch mal eine ganz besondere Stimmung.
00:30:59: zum Abschied Mir ist generell auf dieser Reise aufgefallen, wie viele alte Autos um den Grund unterwegs sind.
00:31:05: Schöne gepflegte Wagen die einfach noch da sind weil sie da sein dürfen und ich finde sie passen zur Region und zu diesen alten Weinen und Stylistiken die hier gepflegt werden.
00:31:14: Hier wird mehr bewahrt als digitalisiert Und auch hier das gehört zu meiner Türenidee dazu hat uns nicht ein offizieller Termin in den Keller gebracht.
00:31:22: Es war wieder die Beziehung von Hans Christian und vielleicht auch die Familie von Hans Christian, die diese Beziehung über Jahre aufgebaut hat.
00:31:31: Und es war Marie Gagnot, die vor mehr als hundert Jahren die Tür für all das überhaupt erst offen gehalten hat, indem sie als Witwe in der Reblaus-Krise nicht aufgegeben hat.
00:31:41: Nach Kapitän Gagnon sind wir zurück nach Bohnen ins Hotel.
00:31:46: Haben uns dort kurz frisch gemacht... ...und ich wollte raus.
00:31:50: Ich wollte Bohn noch mal sehen!
00:31:51: Ich wollte vor dem Abendessen einfach noch durch die Straßen laufen.
00:31:55: Ja, hatte Gott sei Dank in Stefanie und Franz Christian.
00:32:00: Und auch Holger ja Mitläufer gefunden.
00:32:02: also wir sind noch mal zu Fuß nach Bohnen.
00:32:05: Stefania und ich waren ein bisschen shoppen und wir haben uns einfach so ein bisschen durch die Gassen und Straßen treiben lassen und sind dann einem Hinterhof gelandet der Arche des Var Larch Diver oder Larch Divor hieß es glaube ich das ist eine Adresse Null an der Hauptstraße.
00:32:24: Also die war abseits von diesem ganzen Touristen getümmel, wobei das jetzt auch nicht stark war.
00:32:28: aber ich sag mal so von den Sachen, die man so eindrücklich sieht.
00:32:33: also du gehst durch ein Torbogen in einen Innenhof und da sitzen junge weinerfine Menschen und der Laden ist gestaltet wie eine Apotheke Und mit Regalen die dir die Sprache verschlagen wenn du anfängst zu lesen was darin steht.
00:32:48: Die Karte Schwer, groß, dick wie die Bibel hat über tausend fünfhundert Referenzen.
00:32:54: Tausend Fünfhundert Weine in einem Bistro!
00:32:57: Ich würde sagen, sechzig Prozent begonnen, vierzig Prozent der Rest der Welt viel tiefer in den Jahr ging.
00:33:03: und auch viel bio- und biodynamischer Weinausbau – eine deutliche Affinität zu Champagnen, die nicht oder nur sehr wenig dosiert
00:33:11: werden.".
00:33:14: im Nachgang gelesen, wo diese Karte als schönste Weinkarte Frankreichs ausgezeichnet.
00:33:18: Und wenn man da reinblättert, versteht man warum?
00:33:22: Da geht man hin, wenn man wirklich probieren will.
00:33:25: Mehrere Sommeliers lieben durch den Laden und haben Empfehlungen ausgesprochen.
00:33:29: Also ich will es mal so in dieser Saloppensprache sagen, da finden auch die Freaks etwas was sie noch nicht kannten.
00:33:36: Wir wollten eigentlich nur kurz auf ein Aporo und sind zwei Flaschen Schaumein geworden.
00:33:40: Nach den roten und den Begundern des Tages hat sich das einfach irgendwie richtig für uns Atem gefüllt.
00:33:45: Was Sputlig ist, etwas Aufgewägtes!
00:33:48: Auf der Karte da steht der Wein ganz klar im Vordergrund.
00:33:51: in dem Laden gibt es dann noch ein paar kleine Häppchen.
00:33:54: wir haben uns für gefüllte Eier entschieden.
00:33:57: die haben unfassbar gut zu diesem Spudel gepasst.
00:34:00: Ehrlicherweise wäre ich dort versackt Und das Einzige, was mich da rausgebracht hat war die Reservierung fürs Abendessen.
00:34:06: Also ein weiterer Grund ins Burgun zurückzukehren beim nächsten Mal mit mehr Zeit für Lars Stuvan.
00:34:13: Ja und dann wartete schon die Reservation fürs Abend Essen und das ist die Geschichte, die ich euch noch erzählen muss weil sie genau zu meiner Türenidee passt.
00:34:22: Wir sind nämlich in Slendedore gegangen.
00:34:24: Selenedor ist eine vietnamesische Restaurantikone aus San Francisco, habe ich im Nachgang herausgefunden die seit nineteenhundert und neunzig existiert.
00:34:33: Und es gegründet worden von Charles Fann einem vietnamesischen Koch oder einen im Vietnam geborenen Koch der in Kalifornien auch mit einem der wichtigsten Kochpreise der USA ausgezeichnet wurde.
00:34:46: Also normalerweise ist das Slendidor in San Francisco im Napa und ausgerechnet im Boden haben sie ihre einzige internationale Dependance aufgemacht.
00:34:55: Hotel Maison, Achtzehn Sechsenneunzig plus Folerie für alle die immer hinfallen wollen und das ganze Hotel gehört Familie Truffin also einer der großen Begründerfamilien.
00:35:08: Die Geschichte hinter dieser Tür ist der Wine Director des Hauses heißt Marc Bright.
00:35:14: er ist Mitbegründeter des Restaurants in San Francisco ich glaube die zwei Sterne.
00:35:18: Und Marc hatte seine erste Berührung mit Wein als Fünfzehnjähriger und zwar mit Vero Nick Truffer, also hier in Bohn.
00:35:26: Er war mit einundzwanzig schon Somelier.
00:35:29: Also sie hat ihn an die Hand genommen.
00:35:31: er hat viele über das Thema Wein gelernt und konnte mit ein und zwanzig im Restaurant als Somelier arbeiten.
00:35:37: Wenn man diese Karriere verfolgt oder wenn man sich da rein liest dann würde ich sagen ist Bohn eine Rückkehr an den Ort an dem alles angefangen hat für ihn.
00:35:48: Genau das ist der Punkt, über den ich in dieser Folge spreche.
00:35:51: Türen die sich öffnen weil irgendjemand jemanden mitgenommen hat.
00:35:57: Wir haben im Slantedor an einem Sipari gesessen was für unsere Gruppengröße glaube ich und auch für den naja ich will mal sagen weinen trächtigen Zustand unserer Gruppe eine gute und kluge Lösung war.
00:36:12: Das Konzept des Hauses ist Sharing, also Teller in die Mitte.
00:36:15: alle probieren mit.
00:36:16: Wir haben es am Anfang nicht ganz so verstanden und mussten nochmal nachfragen aber auch dort exzellenter Service der uns das mit viel Geduld noch mal erklärt hat wird eine mäßige Küche in burgundischen Zutaten und Weine angepasst.
00:36:28: Also eine Verschmelzung einer Kombination wo ich glaube oder meine dass sie nur hier im Boden funktioniert.
00:36:36: Wir hatten uns für ein Ruyi-Premierkrieg entschieden und den haben wir auch den ganzen Abend durchgetrunken aus der Code Chalonés.
00:36:42: Und er hat einfach super zu all dem gepasst, was da auf den Tenner lag.
00:36:47: Jeder konnte sich etwas aussuchen, jedes Gericht war dabei!
00:36:50: Ich lieb das mit diesem Sharing weil wir dann die ganze Karte probieren konnten und das schafft man natürlich alleine irgendwie nicht.
00:36:57: Und ich möchte glaube ich sagen dass es einer dieser Abende an denen man keinen Ende sucht.
00:37:01: Normalerweise wäre ich noch an der wunderschönen Bar versackt vielleicht bei einer Chartröse.
00:37:06: Das ist, was man in Frankreich offenbar immer noch trinkt und das für mich ist es eine ganz eigene Geschichte.
00:37:12: und auch nochmal so ein Rückblick auf meine Karriere.
00:37:15: Das erzähle ich euch vielleicht nochmal anders mal.
00:37:17: Ich kann mir bis heute nicht merken, was Chartrös genau ist obwohl Stefan Gass aus der Schwarzwärtsstube mir es damals mehrmals erklärt hat und es dort auch immer noch auf dem Digistiefwagen glaube ich steht.
00:37:29: also wir haben die Chartrüse ausgelassen sind zurück ins Hotel gelaufen.
00:37:32: mehr ging er den Abend einfach nicht.
00:37:34: Es waren viele Eindrücke, es war viel probieren und es ist anstrengend auch wenn das total schön ist.
00:37:42: Tag zwei hatte mehr Wein in sich als die meisten Wochen des vergangenen Jahres und es war für mich ein gelungener Tag.
00:37:50: Ich bin spät aber sehr zufrieden ins Bett gefallen.
00:37:53: Am Sonntagmorgen war ich wie schon am Vortag früh wach.
00:37:56: Ich bin jeden Morgen bevor wir losgefahren sind nach Bohnen gelaufen.
00:38:00: Ich habe dort einen Café au Lé, oder ein Cappuccino mit einem croissant.
00:38:04: Oder eine, wo wir in der Sonne genießen dürfen.
00:38:08: Mein Frühstück vor dem Frühstuck!
00:38:10: Das war schön weil es so eine private Runde durch eine Stadt war die gerade erst aufgewacht ist.
00:38:16: Am Sonntag bin ich aber nochmal zurück zur Gruppe und habe dort auch das Frühstücken-Motel noch mal mitgenossen.
00:38:23: Wir haben in Ruhe ausklingen lassen, haben unsere besten Momente noch einmal durchgesprochen.
00:38:27: Es war echt ein schöner Abschluss.
00:38:30: Genuss hat uns die ganze Reise verbunden, aber genauso die Gespräche.
00:38:34: erfahrene Weinkenner und Trinker waren dabei.
00:38:36: Und Menschen für die das eine andere Tiefe hatte zum Beispiel Ralf Marco.
00:38:42: Ralf wird über diese Reise einen ausführlichen Bericht für den Servicebund machen und wer ihm auf Linkentfolgt hat von der Reise schon einiges gelesen was mich besonders gefreut hat.
00:38:53: er ist nicht so tief im Wein wie wir am Tisch aber er ist über drei Tage hinweg in dieses Thema hineingewachsen Und am dritten Tag hat man das gar nicht mehr gemerkt, dass er gar nicht so viel Erfahrung mit dem Thema hat.
00:39:05: Ich würde sagen, er hat sich gut mit uns eingetrunken und es war schön zu sehen wie jemand anfängt Beine zu beurteilen die vorher andere Maßstäbe gehabt hätten in seinem Leben.
00:39:15: Das ist genau das was ich an dieser Branche so liebe.
00:39:17: Sie öffnet sich wenn man die Tür einen Spalt aufmacht.
00:39:22: Wir haben wirklich viel gelacht in diesen drei Tagen.
00:39:25: wir hatten das gleiche Verständnis den gleichen Respekt vor dem was im Glas war Und wir hatten eine große Dankbarkeit für Hans Christian und Stefanie, die diese Reise möglich gemacht haben.
00:39:35: Diese Reise hätte ohne die beiden in dieser Form nichts stattgefunden.
00:39:39: Danke noch mal an dieser Stelle an euch beide!
00:39:41: Dann sind wir zurückgefahren.
00:39:43: Jeder so ein bisschen in seinen Sonntag gerutscht und ich bin mit Hans Christian oder Stefanie noch in Ruhe Mittagessen gewesen im Gasthaus Wilderwolf in Bühl Ein einfacher gutgemachter Wurstsalat im Biergarten.
00:39:55: Hendrik Thoma hat immer gesagt, das Beste an der Weinprobe ist das Bier danach.
00:40:01: Wir hatten alkoholfreies Radler aber es hat einfach super gut dazu gepasst und das war der perfekte Abschluss eines Wochenendes, an dem ich endlich wieder richtig Weiner leben durfte.
00:40:10: in den letzten Monaten war viel Strategie, viel Schreibtisch um so schöner mal wieder drei Tage am Stück am Glas zu sein.
00:40:17: Ich bin dann heimgefahren.
00:40:18: Zu Hause wartet ein Spargel auf mich Und auch der war großartig Aber diesmal kein Wein dazu.
00:40:24: Ursprünglich wollte ich am Sonntag noch auf die Mainzer Weinbörse.
00:40:26: Ich wollte einen Halt machen auf dem Weg nach Hause, aber für mich hatte das Wochenende genug Wein gesehen.
00:40:32: Mainz hatte ich vom Montag verschoben und davon erzähle ich euch in der nächsten Folge ausführlich versprochen.
00:40:37: So viel aber schon mal vorweg!
00:40:39: Es war ein großes Klassentreffen und ich habe unter anderem Désirée Schröder von Losen getroffen und sie hat mich auf eine Idee gebracht, die ich euch hier nicht vorwegnehmen will... ...aber schonmal soviel Es geht um die Frage, wie wir Menschen für gereifte Weine begeistern können.
00:40:54: Also weg von diesem Image was wir haben in Deutschland Jungbeintrinkerland zu sein Denn viele weine brauchen diese Zeit und Wir müssen das unseren Gästen, wir müssen das unseren Endverbrauchern ermöglichen diese Weine auch gereift probieren zu können damit sie einfach dieses Potenzial und auch wirklich die ganze Philosophie des Weines verstehen.
00:41:17: Der einfach manchmal Zeit braucht ein zwei, manchmal fünf Jahre.
00:41:21: Und Desiri hatte einen Ansatz in erster Linie müssen diese Weinen bezahlbar sein für den Gast aber auch für den gastronom.
00:41:27: Und damit sind wir wieder bei der Kalkulation.
00:41:30: eine eigene Folge dazu mache ich mit Desiri.
00:41:33: Das habe ich mir fest vorgenommen und die Einlädung an dich, liebe die Serie geht hiermit raus.
00:41:38: Was kommt noch?
00:41:39: Über Pfingsten geht es für mich in die Champagne im Anschluss in die Wachau zum biodynamischen Workshop am Nikolaihof also die Tankstellen.
00:41:49: mini-Serie aus Folge fünfzehn läuft und ich freue mich auf alles was kommt.
00:41:53: damit komme ich zu meinem Royal Togo in dieser Folge.
00:41:56: wenn ihr eine Sache aus dieser Folge mitnimmt dann diese holt euch euren nächsten Wein nicht über Punkte nicht über ein Bewertungsportal.
00:42:04: Holt ihn euch bei einem Menschen, geht zu eurem Winzer, eurem Händler, eurems Sommelier, eurer Sommeliere und eurem Lieblingslokal.
00:42:11: Fragt jemand der etwas weiß und lasst euch eine Geschichte mitgeben!
00:42:15: Nichts Großes – Eine Empfehlung, eine Lage, einen Jager, eine Anekdote, einen Wein den ihr beim Trinken zuordnen könnt weil ihr wisst wer ihnen gemacht hat und warum.
00:42:24: Und falls ihr nach dieser Folge Lust auf einen Bein bekommt, von dem ich heute erzählt habe – die gibt es im Winarium Zink in Bühl bei Hans Christian und Stefanie.
00:42:32: Bei den beiden findet ihr nicht nur großartige Bugunde aus dieser Folge sondern eine große Auswahl gewachsenen aus persönlichen Beziehungen und Geschichten... ...von Menschen für Menschen!
00:42:43: Im Bugun konnte ich nicht nur lernen, ich konnte auch auftanken.
00:42:46: drei Tage, drei Winzer, drei Türen, die ich nicht selbst aufgemacht habe aber sie haben sich geöffnet weil jemand neben mir stand, der seit Jahren an diesen Türen klopft.
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