#27: Im Auftrag des guten Geschmacks. Eine Woche zwischen Weinkarte und Chefs.Stage
Shownotes
Die Backstreet Boys und ich unter einem Dach, und trotzdem war das längst nicht das Aufregendste an dieser Woche. In dieser Folge nehme ich dich mit von Berlin über Dresden nach Düsseldorf und zum Schluss ins Sauerland. Ich habe an einer Weinkarte für ein Grandhotel gearbeitet, Eis ins Glas geholt, bei einer Küchenparty im Breidenbacher Hof mit angepackt und stand plötzlich ohne jede Vorbereitung auf der Chefs.Stage der Rolling Pin Convention. Die Folge handelt von Menschen, die Gastgeber sind, in der Küche genauso wie auf der Bühne.
Ich erzähle von
- einer Weinkarte für ein Grandhotel mit vielen Outlets, und warum dabei die Sicht der Sommelière, Unternehmerin und Einkäuferin zusammenpassen muss
- der Vertriebstagung vom Service-Bund in Dresden und Better Dessert: Eis-Klassiker neu interpretiert, drei Liquid Desserts
- dem Blick auf Warengruppen, wenn ein Lebensmittel an mehreren Stellen der Karte arbeitet Chefs in Town in Düsseldorf: Kaffee in der Tasse und auf dem Teller bei Circulinary im B12, ein Vorab-Klassentreffen und eine Champagner-Rettung in der Bar Cherie
- Katerfrühstück im Zwanzig23 und Wiener Schnitzel beim Personalessen im Breidenbacher Hof
- dem Four Hands Dinner von Lucki Maurer und Philipp Ferber in der Molteni-Show-Küche
- einem Tourmanager, der mich mehr begeistert hat als die Band, einem großzügigen Hausherrn und einem Portier, der mir Einiges zugetraut hat
- dem Moment, in dem Hendrik Thoma mir auf der Rolling Pin Convention seinen Platz auf der Bühne überlassen hat
- Wagyu, vergessenen Cuts und dem fehlenden Referenten-Viertel
- Führungskräfteentwicklung bei den Sternen im Sauerland, also den Gesprächen, die man nicht auf einer Bühne führt
- sowie einem Tipp an die Veranstalter: Eine Chefs.Stage verträgt auch mal eine Sommelière
Die Menschen hinter der Folge:
Ludwig „Lucki“ Maurer
Mein Freund und Bühnenpartner. Er hat mich zu seinem Four Hands Dinner eingeladen und mich auf der Chefs.Stage spontan neben sich geholt.
Bei Kirsch Royal war Lucki in Folge 8 zu Gast.
https://www.ludwigmaurer.com | @lucki.maurer | Folge 8 mit Lucki hören
Hendrik Thoma
Master Sommelier und Vinotainer, mein Chef-Sommelier aus der Zeit im Louis C. Jacob und bis heute eine große Inspiration für mich.
https://www.weinamlimit.de | @wein.am.limit
Sarah Schweizer und Antje de Vries, Circulinary
Sarah macht die Drinks, Antje das Food, und gemeinsam haben sie im B12 gezeigt, wie viel ein einziges Lebensmittel kann.
Sarah: @kaffee_kontext | Antje: @foodanjoy
Toni Askitis, Pommes und Wein
Sommelier aus Düsseldorf, bei dem es Pommes mit richtig guten Weinen gibt.
@asktoni.de | @pommesundwein
Cyrus Heydarian, Breidenbacher Hof
Hausherr des Breidenbacher Hofs und an diesem Abend ein unfassbarer Gastgeber.
Philipp Ferber, Breidenbacher Hof
Küchenchef des Hauses und Luckis Partner beim Four Hands Dinner.
Die Orte und Themen dieser Folge:
Chefs in Town Düsseldorf https://www.chefsintown.de
B12 Coffee, Düsseldorf-Bilk @coffee.b12
Bar Cherie, Düsseldorf-Altstadt @bar.cherie
Zwanzig23 by Lukas Jakobi https://www.zwanzig23.com | @zwanzig23_by_lukas_jakobi
Breidenbacher Hof, Düsseldorf https://www.breidenbacherhof.com | @breidenbacherhof.dusseldorf
Rolling Pin Convention https://www.rollingpinconvention.de | @rollingpin.co
Die Sterne im Sauerland https://www.die-sterne-im-sauerland.de
Zum Abschluss gibt es mein Royal to go: Geht auf der nächsten Messe einmal bewusst dorthin, wo ihr sonst vorbeilauft. Man nimmt auf diese Weise oft etwas anderes mit, als man erwartet.
Wenn euch diese Folge gefallen hat, abonniert Kirsch Royal, hinterlasst eine Bewertung oder schickt die Folge an jemanden, der sie hören sollte.
Kontakt: kirsch@maja-kirsch.com
Maja Kirsch, Business-Architektin für Genuss, der sich rechnet, für inhabergeführte Betriebe in Hotellerie, Gastronomie und der Lebensmittelbranche.
Hier findest du mich: https://www.maja-kirsch.com
Dieser Podcast Kirsch Royal ist eine Produktion von STUDIO VENEZIA – the podcast company https://www.studiovenezia.de
Transkript anzeigen
00:00:08: Im Auftrag des guten Geschmacks.
00:00:10: Eine Woche zwischen Weinkarte und Chefstage, die Backstreet Boys und ich unter einem Dach.
00:00:15: Das klingt aufregender als es war!
00:00:18: Hallo und herzlich willkommen bei Kiosch Royale.
00:00:21: Schön dass ihr dabei seid.
00:00:22: Geplant waren das nicht und meine Übernachtung dort übrigens auch nicht.
00:00:26: Luky Maurer hatte mich zu seinem Vorhänz-Dinner im Breitenbacher Hof eingeladen zusammen mit Philipp Ferber – im Rahmen von Chefs on Town in Düsseldorf Allein.
00:00:34: das war für mich schon etwas ganz Besonderes.
00:00:37: Und kurz vor meiner Ankunft kam von Luki noch die Info, dass die Backstreet Boys auch hier wohnen.
00:00:42: Die Backstreat Boys sind Teil meiner Jugend!
00:00:45: Ich war Team Backstree Boys – auch wenn ich nie der Fan war, der ihn hinterher gereist ist.
00:00:50: Natürlich wollte ich wenigstens einen Blick auf die Jungs erhaschen.
00:00:54: Gleichzeitig war mir klar, dass sie eine lange Schuhe hinter sich hatten und aus meiner Zeit im Service weiß ich wie man in so einem Haus mit Prominenten umgeht.
00:01:02: Deshalb war ich ein bisschen kontrollierter, obwohl ich ehrlich gesagt gerne ein bisschen durchgedreht wäre.
00:01:08: Mein Fan-Girl Moment hatte ich trotzdem nur ganz anders als ich gedacht hätte.
00:01:13: und doch war das längst nicht das Aufregendste in dieser Woche denn schneller als ich denken konnte stand ich auf einer Bühne mit einem Moment für den ich sehr dankbar bin.
00:01:22: es war eine Woche im Auftrag des guten Geschmacks aber der Reihe nach.
00:01:26: angefangen hat die Woche in Berlin mit Wein.
00:01:29: Ich war in einem großen Haus, Kategorie Grand Hotel mit einem sehr internationalen Publikum.
00:01:35: Und wir sind darüber ins Gespräch gekommen wie sich die Weinkarte dort entwickeln kann wenn sich der Markt verändert und die Gäste mit ihm.
00:01:42: In so einem Haus gibt es viel gewohntes und viel Tradition und vieles davon hat sich über Jahre bewährt.
00:01:48: Gleichzeitig gibt es viele verschiedene Outlets vom Restaurant in dem Fall auch einen Stern Über die Bar bis zum Banket und jedes hat seine eigenen Gäste mit eigenen Erwartungen.
00:01:59: Die einen suchen die großen Marken, die sie überall auf der Welt wiedererkennen.
00:02:03: Andere wollen zu ihren Wein eine Geschichte hören – und alkoholfreies gehört heute selbstverständlich dazu!
00:02:10: In den ersten Gesprächen ging es deshalb darum herauszufinden was jedes Outlet eigentlich braucht um wie man das alles in eine Weinkarte übersetzt mit der alle arbeiten können.
00:02:21: Vielleicht läuft ein Wein, der im Bankett funktioniert ja auch an der Bar?
00:02:24: Man will möglichst wenig einkaufen und damit möglichst viele Wünsche erfüllen.
00:02:29: Und das alles auf dem Niveau eines Grand-Hotels.
00:02:32: Bei solchen Aufgaben laufe ich zu hochformauf, dabei hilft mir, dass sich jede Seite kenne.
00:02:37: Als Zombie weiß ich wie wichtig es ist großartige Weine und die Philosophie dahinter zu den Gästen zu bringen.
00:02:45: Als Unternehmerin habe ich gelernt auf Deckungsbeiträge zu schauen und darauf, wie viel Geld im Keller gebunden ist Und aus meiner Zeit als Einkäuferin kenne ich die Sicht des Großhändlers, also Lieferfähigkeit, liefertage und Lagerumschlag.
00:02:59: Ich weiß was Einkauf- und FNB brauchen damit die Preise stimmen und die Logistik funktioniert.
00:03:05: Damit am Ende der Gast glücklich ist müssen all diese Seiten zusammen passen und ich kann mich in jede einzelne davon sehr gut hineinversetzen weil ich sie alle selbst gemacht habe.
00:03:15: so eine Karte erstellt man für die nächsten Jahre und das braucht Zeit Ein Lebensmittel über seinen gewohnten Einsatz hinauszudenken, das war auch in Dresden mein Thema.
00:03:26: Bei der Vertriebstagung vom Servicebund.
00:03:28: Dort ging es darum die vielen Märkte in Hotellerie Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung so zu beleuchten und den Innen- und Außendienst darauf vorzubereiten wie sich das Außerhausgeschäft und der Zustück Großhandel gerade entwickeln.
00:03:42: Mit Wein hatte Dresd'n diesmal allerdings wenig zu tun!
00:03:45: Ich war dort für das Konzept Better Desire Ein Konzept, bei dem ich dabei bin seit es neu aufgestellt wurde und immer wieder Impulse setzen darf.
00:03:54: Better Desire denkt Eis dort neu wo's ohnehin zu Hause ist beim Desire Denn genau da lässt die Gastronomie aus meiner Sicht viel liegen.
00:04:03: Alte Klassiker werden mit einer anderen Anrichteweise oder ergänzenden Zutaten neu interpretiert Und das gebe ich in Verkaufsschulungen für den Außendienst und den Workshops direkt an die Gastonomie weiter.
00:04:14: Zusätzlich haben wir das Eis ins Glas geholt Liquid Dessert.
00:04:19: Das funktioniert dann als After-Dinner-Drink oder auch als Aperom.
00:04:23: Diesmal waren es drei Drinks, die man als Getränk oder auch das Jahr anbieten konnte.
00:04:30: Wir haben sie abends vorgestellt und auch ausgegeben und alle drei gab es in einer Alkoholfeinvariante.
00:04:37: So greift ein einziges Rezept gleich mehrere Trends auf und macht für Gastronomen zusätzlichen Umsatz sichtbar.
00:04:43: Und weil so ein Drink auch auf einer Party seinen Platz findet und eine Geschichte erzählt, hat man einen doppelten Effekt.
00:04:50: So schaue ich seit Jahren auf Warengruppen und Sortimente.
00:04:52: Geholt werde ich meistens mit der Frage wie man mehr Absatz oder mehr Drehung auf eine Warngruppe bekommt – dabei entdecke ich oft nebenbei gleich mehrere Einsatzmöglichkeiten.
00:05:02: Ein Smoothie zum Beispiel steht meistens auf dem Frühstücksbefehl.
00:05:05: Kann aber genauso die Basis für einen alkoholfreien Drink an der Bar sein!
00:05:10: Für den Betrieb heißt das am Ende weniger Artikel und weniger Platz im Lager, weil ein Lebensmittel an mehreren Stellen der Karte arbeitet.
00:05:17: Das gelingt mir vielleicht manchmal schneller, weil ich von außen in einen Betriebsschau und die gewohnten Wege dort noch nicht
00:05:23: kenne.".
00:05:25: Am Samstagmorgen ging es ganz früh weiter nach Düsseldorf.
00:05:28: Abfahrt fünf Uhr!
00:05:31: In Düsseldov lief also Chefs in Towne.
00:05:33: Mein erster Halt war am Samstagnachmittag bei B-Zwölff – Koffee & Bilk, also DüsselDorfbilk.
00:05:40: Dort haben Sarah Schweitzer und Antje de Vries mit ihrem gemeinsamen Konzept Circulinary den Nachmittag gestaltet, unter dem Titel Second Takes on Coffee Bar Classics.
00:05:50: Sarah mit den Drinks und Antja mit dem Food.
00:05:54: Auf dem Tisch stand eine kleine Karte mit der Überschrift Choose Your Pairing.
00:05:58: Es gab fünf Bites zu jedem einen passenden Drink vom Coffee-Start über ein Espresso Martini bis zum Sake Und zu jedem Bite auch eine alkoholfreie Begleitung.
00:06:08: Ich hatte mich für die Alkoholfreie entschieden und meine Favoriten waren die Cornflakes mit Kaffee, Leim- und Koffeemayo.
00:06:17: Und der Teller mit Quella – Alge, Gurke, Brombeer und Chiso!
00:06:21: Der Kaffees steckte in der Tasse und gleichzeitig auf dem Teller.
00:06:25: In der Mayo oder als Crisp und die Einkäuferin in mir hat sofort durchgezählt an wie vielen Stellen ein einziges Lebensmittel arbeitet….
00:06:33: Am Ende des Abends habe ich noch beim Abbau geholfen und da hat sich gezeigt, wie gut durchdacht dieses Konzept ist.
00:06:39: Wir waren schnell fertig denn es war nur noch die Geräte einzuladen – das war's!
00:06:44: Danach ging es für uns Mädels zu Pommes & Wein und dort gibt es genau das was der Name verspricht.
00:06:50: Denn ein Kollege von mir Toni Askitis aus Someljaus-Düsseldorf hat den früheren Berliner Imbiss am Graf Adolfplatz übernommen und seitdem gibt es dort Pommes mit richtig guten Weinen Wirklich eine tolle Auswahl an Flaschenwein, aber auch im offenen Ausstand.
00:07:07: An diesem Wochenende hatte sich bei Toni nach jedem Chefs- und Townabend und nach jeder Veranstaltung in der Stadt die Sommelier- und Weinbar-Szene getroffen.
00:07:15: Und so war Pommes und Wein für mich eine Art Vorabklassentreffen – zumindest für die wie nur vielen Kolleginnen und Kollegen!
00:07:22: Das hat ja allerdings auch eine Kehrseite an dieser Stelle.
00:07:25: Eigentlich wollten wir unsere Mädelsrunde unseren heimlichen Favoriten trinken.
00:07:29: Egli Orier Den hat Toni normalerweise auf der Karte.
00:07:33: Viele Kolleginnen und Kollegen hatten an diesem Wochenende offenbar dieselbe Idee, wir waren am Samstagabend zu spät dran und die wenigen Flaschen waren schon ausgetrunken.
00:07:42: Wir haben eine tolle Alternative von Toni Empfohlen bekommen, die wir sehr genossen haben, haben noch eine Runde getanzt und dann hatte uns ein Vögelchen gezwitschert dass genau dieser Champagner den wir eigentlich trinken wollten in der Bar Chirie auf der Kart steht.
00:07:55: Und bei einer Bar namens Chiri habe ich das als persönliche Einladung an eine Kirsch verstanden.
00:08:01: Also sind wir voller Hoffnung nochmal los, mitten ins Altstadt getümmel.
00:08:05: Vor ein paar Jahren wären es an so einem Abend in Tonic und vielleicht noch irgendwelche Shots gewesen.
00:08:09: Diesmal saßen wir gediegen im schönen Ambiente der Barscherie mit einem tollen Champagner im Glas.
00:08:15: Aus der ersten Flasche wurden vielleicht eine zweite und vielleicht auch eine dritte, weil es sehr selten ist dass wir Mädels alle zur gleichen Zeit in derselben Stadt sind und das haben wir gefeiert!
00:08:26: Wir haben uns gefeuert.
00:08:28: Am Sonntagmittag ging es gleich wieder in die Brunnenstraße.
00:08:31: Nur ein paar Hausnummern weiter, ins zwanzig-treiundzwanzig von Lukas Jakobi.
00:08:36: Dort hatten sich mehrere Kollegen zusammengetan – vom Puls aus Köln über Nikolaj Kais, von Terror & Table bis zu Jürgen Kettner von Kettners Kamota und Lukas selbst hatte Pommes mit Mechshake und Kaviar serviert.
00:08:51: Für uns war das nach dem Samstagabend oder besser gesagt der Samstag Nacht vor allem ein Kartoffrühstück der etwas anderen Art.
00:08:58: Ich bin bei der Case-Lever-Case-Sammel geblieben.
00:09:02: Ich weiß gar nicht, ob ich das hier richtig ausgesprochen habe, weil ich ja doch schnell weiter musste in den Breitenbacher Hof.
00:09:08: Mittlerweile wusste ich ja, dass die Backstreet Boys dort wohnen und ich wollte früh genug da sein um unkompliziert reinzukommen ohne mich durch Fangirls und Fanboys drängeln zu müssen und vielleicht ganz vielleicht... ...die Backstreat Boys noch vor der ersten Show zu sehen.
00:09:28: Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat.
00:09:30: Erschreckend authentisch an dieser Stelle, weil es war super österreichisch und das Mitten in Düsseldorf.
00:09:36: Das war mein zweites Katerfrühstück an diesem Tag und es hat mich richtig nach vorne gebracht!
00:09:41: Oder lag es vielleicht an dem Glas Rosé Champagner dass mir der Barschiff dazu eingeschenkt hatte?
00:09:46: Ich
00:09:46: schwöre an dieser Stelle.
00:09:48: ich hatte Cappuccino bestellt.
00:09:49: Am Abend fand dann das Vorhänstiner am Breitenbarer Hof statt oder in der Küche des Breitenbacher Hofs – mit Lukki Maurer und Philipp Ferber.
00:09:57: Er ist Küchendirektor des Hauses.
00:09:59: Gekocht wurde in der roten Molteni-Showküche, in der sonst exklusive Events und Kochkose stattfinden.
00:10:07: Moltenihärde für die dies nicht wissen werden Frankreich von Hand gebaut und diese Küche ist einfach nur wunderschön total ästhetisch und ich kann mir gut vorstellen wie viel Freude es macht darin zu kochen.
00:10:19: Für viele Köche ist das bis heute etwas ganz Besonderes einmal an so einem Herd zu stehen Und eine Küchenparty mittendrin hat eine ganz eigene Atmosphäre.
00:10:28: Zehn Gänge gab es als Flying Menü und ehrlicherweise wäre der Name Forty Hens Dinner richtiger gewesen, weil an so einem Abend viel mehr Hände mitarbeiten als man je im Tisch sieht.
00:10:40: Die Weine für diesen Abend kamen vom Weingut Münzberg.
00:10:44: Ich war eigentlich Gast auf einer Küchenparty verschwimmen die Grenzen aber zwischen Gast- und Gastgeberinnen ohnehin Und irgendwann hatte ich die Flaschen von Münz berg in der Hand habe mit Ausgeschenkteller abgeräumt und das Essen verteilt.
00:10:58: Gelernt ist gelernt.
00:11:00: Mir fällt es bei solchen Abenden bis heute schwer, nur Gast zu sein weil mir das andere genauso viel Spaß macht und genau soviel Freude bringt.
00:11:07: Je später der Abend desto voller wurde die Küche.
00:11:10: Immer mehr Kolleginnen und Kollegen von Chefs in Town kamen dazu, die ihre eigenen Veranstaltungen gerade beendet hatten und Blukie und Philipp noch sehen wollten.
00:11:19: Die beiden haben für sie Gänge, die längst raus waren, noch einmal geschickt parallel zu dem Gang, der gerade für alle anderen angerichtet wurde.
00:11:26: Darüber spricht in so einer Küche niemand und trotzdem ist es besonders.
00:11:29: So ein Zehngängemenü wird ja nicht aus der Alakardkarte gekocht, alles wird extra für diesen einen Abend eingekauft und kalkuliert.
00:11:36: Die beiden hatten dann wohl in weiser Voraussicht ein bisschen mehr eingeplant als angemeldet war – und genug Miesamplas um die Nachzügler damit noch zu überraschen.
00:11:45: Auf Kante kalkulierte hat hier niemand!
00:11:48: Und an dieser Stelle?
00:11:49: So denken Köche, die auch Gastgeber sind.
00:11:52: Nach der Küchenpartie sind wir als harter Kerr noch in die Bar gegangen.
00:11:55: Die war voller Fans, logisch.
00:11:57: Und die Backstreet Boys hatten sich einen kleinen separaten Bereich genommen nachdem sie die anderen Abende sich unter die Fan-Hut gemischt hatten.
00:12:05: Ich konnte das total nachvollziehen wenn man eine Schuhe hinter sich hat dass man dann einfach so ein bisschen Raum für sich braucht.
00:12:12: Ihr Tourmanager hat uns dann aber zusammen Platz gemacht in diesem ja separatenbereich und uns genau in diesen Bereich auch eingeladen weil die Bar ja schon so voll war Und zu so einem Ausflug in die eigene Jugend gehört auch ein bisschen eine Nüchterung.
00:12:28: Ich war den Jungs dann ganz nahe und man hat ja jahrelang einen Bild im Kopf, an dieser Stelle muss ich sagen sie sind echt deutlich kleiner als ich es gedacht hätte Aber wir haben versucht so wenig wie möglich Platz einzunehmen und haben auch auf Fotos verzichtet.
00:12:44: Der Tourmanager hat jedes Mal zu uns gesagt viel free!
00:12:47: Es ist genug Platz für alle da.
00:12:49: ihr nebt uns hier nichts weg.
00:12:50: feiert euch und eure gelungen Veranstaltung.
00:12:52: Und so konnten wir den Abend mit Kolleginnen und Kollegen aus den Chefs in Town Veranstaltungen, und mit Cyrus Hadarian dem Hausherrn des Breitenbarer Hofes in Ruhe ausklingen lassen.
00:13:03: Deshalb hat mich der Tourmanager an diesem Abend fast noch mehr begeistert als die Band.
00:13:08: Cyrus war an diesem Abend ein unfassbarer Gastgeber – und sein Team hat uns wundervolle Momente und einen großartigen Service geschenkt!
00:13:16: Die Krönung kam spät in der Nacht, als sie mich spontan eingeladen hat an einem der Zimmer zu übernachten.
00:13:21: Als Dankeschön dafür dass ich an diesem Abend mit angepackt habe und mehr Gastgeberinnen als Gast war.
00:13:27: Was für eine Einladung was für eine Ehre!
00:13:29: Und an dieser Stelle nochmal einen herzlichen Dank an das gesamte Team vom Breitenbacher Hof, an Philipp und auch an dich lieber Cyrus.
00:13:37: Am nächsten Morgen bin ich früh raus im selben Kleid wie am Abend weil mein eigentliches Hotelzimmer woanders lag und ich dort duschen und nicht umziehen wollte.
00:13:47: Der Projet hat mir ganz offensichtlich zugetraut, dass sich die Nacht als Kobi verbracht habe.
00:13:52: Aus dem Alter bin ich raus!
00:13:54: Aber es ist schön, dass mir das noch jemand zutraut.
00:13:56: Das war mein eigentlicher Fingirl Moment.
00:13:59: Wirklich zum Frühstück war ich wieder im Breitenbarer Hof und die Backstreet Boys frühstücken in der Showküche, in der am Abendfeuer noch die Küchenparty war.
00:14:07: So konnte ich auch die sehen, die abends nicht in der Bar waren und es war schön zu sehen dass sie teilweise mit Familien und Kindern unterwegs waren.
00:14:14: Sie waren unglaublich nahbar und menschlich und aus der Boyband ist eine Band geworden.
00:14:19: Am Montag dann die Rolling Pin Convention in Düsseldorf.
00:14:22: Das Frühstück war der Auftakt für das Klassentreffen unserer Branche.
00:14:27: Ich war den Tag mit Luki unterwegs Und bei seinem Auftritt auf der Chefstage wollte ich eigentlich nur daneben stehen und Fotos und Videos machen.
00:14:35: Dann hatte Luki die spontanen Idee, dass wir den Slot gemeinsam machen.
00:14:38: Er ist da sehr pragmatisch!
00:14:40: Never change a running system.
00:14:42: Wir machen das doch immer zusammen und immer gut – Die Leute lieben es.
00:14:46: Warum also nicht auch auf der Rolling Pin?
00:14:49: Kurzerhand hat er Hendrik Thomas Bescheid gesagt, der den Slott eigentlich moderieren sollte Und Hendrik hat mir Platz gemacht und mich obendrein noch ermutigt und ehe ich mich überhaupt entscheiden konnte ging es schon los.
00:15:01: Ich wurde komplett überumpelt.
00:15:04: Henrik und ich kennen uns aus meiner Zeit im Luiz C. Jakob in Hamburg.
00:15:08: Ich hatte schon viel über Wein von meinem Lehrherrn Eckhard Reimann & Nova gelernt, aber immer in Verbindung mit Service.
00:15:14: Im Jakob drehte sich dann zum ersten Mal fast alles um den Wein.
00:15:18: Als Kommissommelier haben wir zwar auch den Service unterstützt, aber Wein war die Hauptsache – auch schon in der Vorbereitung sozusagen Wein intravenös!
00:15:28: Henrik war dort Chef-Sommelier.
00:15:30: Er stand damals schon beim Kochtuell vor der Kamera und hat das gemacht, wofür man ihn heute kennt.
00:15:35: Enormes Fachwissen so erzählt dass man es versteht mit Charme, mit Witz und immer Nabber In einem Sterne Restaurant an der Elbe.
00:15:43: in einer sehr klassischen traditionsreichen und ziemlich förmlichen Hamburger Welt war das alles andere als selbstverständlich Und für mich war es eine riesige Inspiration und Motivation.
00:15:55: Heute nennt er sich selbst wie Nutainer.
00:15:57: Er ist einer von weltweit rund zweihundertfünfzig Master-Sommoliers und mit weinem Limit zeigt er seit Jahren, dass man über große Weine reden kann ohne das es abgehoben klingt.
00:16:08: Und ausgerechnet er hat mir an diesem Montag seinen Platz auf der Bühne überlassen – das war ein ganz besonderer Moment für mich!
00:16:15: Ich hatte ordentlich die Hose voll, ohne jede Vorbereitung und ich war heil froh, dass ich Luki schon so viele Jahre kenne sein Kochstil und auch seine Gerichte.
00:16:25: Ein Wermutstropfen und eine Entschuldigung ans Publikum blieb trotzdem.
00:16:29: Wir hatten keine Weine dabei.
00:16:31: Während Luki mit seinem Team also gekocht hat, ging es um vergessene Kats, japanische Techniken und eine neue Fleischkultur.
00:16:39: Wolfgang Otto war dabei den ich ja auch schon seit vielen Jahren kenne und so habe ich ihn zu ihrem gemeinsamen Buch Wagyu interviewt und zur Japan-Reise die dem Buch vorausging.
00:16:50: An der Stelle kam mir so gut, dass ich das Buch kannte.
00:16:53: Wir hatten ja schon in Folge Acht mit Lucci darüber gesprochen.
00:16:56: Zu den Zeitdisches kam noch Korean Barbecue-Rub von Hela und auch dazu konnte ich dank der Kambodscha Reise, die ich zusammen mit Friedrich hatte, Hela befragen und auch dort einiges an Wissen mit reingeben.
00:17:12: Wenn ich mir so nachhinein die Videos anschaue wirklich trotz der Spontanität doch ziemlich souverän – und ich war erleichtert, dass die Show so gut gelaufen ist!
00:17:19: Beim Publikum musste ich mich trotzdem entschuldigen.
00:17:22: Normalerweise sind Lukis und meine Schoß keine trockenen Moderation, und diesmal fehlte das Referentenviertel zum einen als Weinbegleitung fürs Publikums und mit einem Schmunzeln auch unser eigenes, dass bei Schoße manchmal hilft gut reinzukommen und etwas lockerer zu werden Das holen wir nächstes Jahr nach versprochen Im Nachhinein also eigentlich erst beim Entstehen dieser Folge ist mir wieder klar geworden wie gut Küche und Wein zusammen auf einer Bühne passen.
00:17:48: Auf der Rolling Pin gab es eigene Wine Stages und eine Chef-Stage.
00:17:51: Jedes Thema hatte seinen Platz, die Momente an die man sich später erinnert entstehen aber da wo beides zusammenkommt so wie beim Gast am Tisch.
00:18:01: Der hat ja auch einen Teller und ein Glas gleichzeitig vor sich Und ich glaube das macht es aus wenn Luki und Ich gemeinsam auf der Bühne stehen.
00:18:08: Er bringt die Küche mit und ich den Gastraum.
00:18:12: Deshalb ein kleiner Tipp an die Veranstalter Mit einem Augenzwingern und ganz viel Wertschätzung.
00:18:17: Ich glaube, die Bühnen sind groß genug und die Egos auch.
00:18:20: Da verträgt eine Chefstage auch mal ein Sommelier oder einen Gastgeber aus dem Service mit einer Wein- oder Getränkebegleitung.
00:18:29: An dieser Stelle aber auch noch einmal einen herzlichen Glück für schon alle Gewinnerinnen und Gewinner, die auf der Rolling Pin ausgezeichnet wurden an diesen zwei Tagen.
00:18:38: Zum Abschluss der Woche ging es noch in Sauerland zur Führungskräfteentwicklung bei den Sternen im Sauerland.
00:18:44: Nach Tagen mit vielen Kameras viel Applaus, viel Ego und viel Bam war das in echter Kontrast.
00:18:50: Dort ging es um die Gespräche, die man nicht auf einer Bühne führt.
00:18:54: Was mache ich mit Mitarbeitern, die nicht mitziehen?
00:18:56: Mit denen ich das Gespräch schon hunderttausendmal geführt habe und trotzdem ändert sich nichts.
00:19:02: Da geht es zum Selbstreflektionen und um die Frage wie man diese Menschen trotzdem erreicht.
00:19:06: solche Module und auch für uns das Modul im Rahmen dieser Führungskräfteausbildung, die wir seit letztem Jahr zusammen machen.
00:19:15: Machen eine Führungskräfteentwicklung wertvoll weil sie da ansetzen wo es am Alltag hakt und Sie verlangen eine ganz andere Energie als eine Bühne.
00:19:24: für mich in meinem Alltag gehört beides zusammen.
00:19:27: Wir haben an dem einen Tag unsere Branche gefeiert in dieser Woche Und das darf sich auch sie gehört auch gefeuert.
00:19:35: gleichzeitig muss man an sich arbeiten Oder gleichzeitig muss unsere Branche an sich arbeiten.
00:19:42: Leiser und ohne Publikum, in solchen Gesprächen wie ich sie geführt habe.
00:19:46: Das ist weniger spektakulär aber genauso wichtig.
00:19:50: Dienstagabend ging es dann für mich nach Hause.
00:19:53: Ich muss schon auch sagen endlich!
00:19:54: Ich war kaputt glücklich und voller Eindrücke Und ich habe wieder gemerkt wie sehr ich diese Branche liebe.
00:20:01: Mein Royaltygo An dieser Stelle In dieser Folge, in der er ja wirklich alles Um den guten Geschmack und um Gastronomie-Pie excellence ging, geht auf der nächsten Messe einmal bewusst dorthin wo ihr sonst vorbeilauft.
00:20:16: Wer in der Küche steht hört sich etwas über Wein oder Service an.
00:20:19: wer im Service arbeitet schaut mal beim Kochen zu und wer mit Wein zu tun hat geht vielleicht mal zur IT oder zur Technik.
00:20:27: man nimmt dort oft etwas anderes mit als man erwartet hätte aber irgendwas nimmt man immer mit.
00:20:32: ich mache das selber auch.
00:20:33: Wenn ihr diese Folge hört, war ich gerade auf der Franchise Next in Köln.
00:20:38: Franchize ist nicht mein tägliches Geschäft weil ich vor allem mit Familien und Inhaber geführten Betrieben unterwegs bin Und trotzdem finde ich es jedes Mal inspirierend Weil das ein anderer Blick auf die Gastronomie ist und es dort auch um viel mehr als Gastronomie geht.
00:20:53: Von den Franchisgebern und Partnern lerne ich eine Menge über Systeme und Abläufe Auch aus ganz anderen Branchen.
00:20:59: Und im November bin ich auf der Alles für den Gast in Salzburg und wenn ihr auch da seid, freue mich, wenn ihr einmal kurz Hallo sagt.
00:21:06: Ich danke euch an dieser Stelle fürs Zuhören bei Kirsch Royale!
00:21:08: Mein Name ist Maja Kirsch und das ist eine Produktion von Studio Venecia.
00:21:12: Wenn euch die Folge gefallen hat, freue ich mich wenn ihr sie weiter empfehlt.
00:21:16: An gute Gastgeber, an Gäste, an Gastronomen und Hoteliers.
00:21:20: Bis zum nächsten Mal Auf den guten Geschmack.
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